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Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 18. Dezember 2016, 12:19
von AnnSophie
Liebe Nirbheeti,
:danke: Für's Boden bereiten,... ich schreib nun was, im INTERNEN Bereich, was ich sonst nicht geteilt hätte. Strapaziert den Thread hoffentlich nicht zu stark.
Aber irgendwie passt ja Sinn und Wahn-Sinn schon zu dem Thema.

Liebe Waldeule,

wenn man sich neu kennenlernt, kennt man die einzelnen Menschen noch nicht so gut, wie die, die schon einen längeren Weg miteinander gegangen sind.
Man denkt auf Basis dessen, was man bis jetzt erlebt hat, der andere meint sehr wahrscheinlich das oder jenes. Das Lexikon der mißverstandenen Worte in der Unerträglichen Leichtigkeit des Seins von Milan Kundera beschreibt das für mich sehr treffend.

Und so etwas hatten wir gestern über den Begriff "verrückt sein". Für dich war es der Begriff in der Verwendung von etwas anders sein, als die anderen. Neben dem was Kirche und andere gesellschaftliche Instittionen lehren, seine ureigene Wahrheit zu entwickeln. Danke für den
eher stabilem Boden befinden und die mit JSJ eine Arbeitsgrundlage für Verbundenheit zu "Himmel und Erde" und damit Mitgefühl im erweiterten Sinne auch für sich selbst schon sehr weit entwickelt haben,
Durch mein Leben hab ich mich sicher schon sehr weit aus dem traditionell Gelehrten emanzipiert, jedoch ist mein eigener Boden bis jetzt leider nicht immer stabil und das verrückt sein im ursprünglichen Wortsinn gemeint. Von daher war es mir sehr ernst auch mit meiner Frage nach einem möglichst wohltuenden integrieren.

Nirbheeti erinnert sich vielleicht an meinen ersten Thread hier in diesem Forum, hier ist er: viewtopic.php?f=42&t=3988&hilit=psychose
Und ich wollte gestern das böse P-Wort vermeiden....

Du siehst es ist auch bei mir eine gewisse Verletzlichkeit da... Diese Ausritte in den Wahn-Sinn, sind für mein Ich schlimm, für mein Selbst sind sie ok, bzw. waren sie sogar hilfreich/notwendig. (Im Sinne von: Sagt die Seele zum Körper: Mich hört sie nicht. Sagt der Körper zur Seele: Ich mach sie krank, dann hört sie dich.)

Da aber mein Ich in der Welt hier und jetzt lebt, suche ich einen Weg, mich dahin zu entwickeln, dass das Selbst diese massiven nervösen Durchbrüche nicht mehr braucht.(Giles Deleuze: nervous breakthrough anstelle von breakdown)
Ich das, wozu meine Selbst auf unbewusstem Wege die Psychose entwickelt hat, auf einem bewussten wohltuenderen Weg integrieren kann. Und da geht's genau, darum die spirituelle Bestimmung zu leben. Für den Weg hab ich das Bild der #7 Sieg der kleinen Schritte.... ich würde es halt gerne mit mehr Leben ausstaffieren.

Da sind wir absolut beieinander:
Womit es mir sehr ernst ist, ohne jedes Späßchen darüber, ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen ganz individuellen göttlichen "Geburtsgeschenk": was ist "meins"? Womit leiste ich meinen Beitrag, um die "Lebenskraft für alle Kreaturen" (Zitat 3) gemäß eines sich mir nie vollständig erschließenden göttlichen Plans durch Annahme und Hingabe zu bereichern?
Genau diese Auseinandersetzung such ich auch in dem Thread... hab halt noch ein sehr spezielles "Lebensgeschenk" unterwegs bekommen... ;)

Dein Loblied an den Funken und das Feuer das uns raus aus den dunklen Höhlen führt, hab ich sehr gemocht... von Matthias Roth hab ich das Bild, das Feuer kennt das Was?, das Wasser findet den Weg zum Meer, kennt also das Wie?
Kennst Du Seite 4, Text 2 Den Kampf von Niere und Herz, um die Vorherrschaft in uns? Bzw. dass diese beiden in ein Gleichgewicht gebracht werden wollen.

Ich mach jetzt einfach mal einen Punkt, da ich nun los muss!
: 26
AnnSophie

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 18. Dezember 2016, 13:53
von Waldeule
Liebe AnnSophie,

es ist wirklich schwer oder unmöglich, alles zu berücksichtigen, was andere als Erfahrungshintergrund mitbringen und wie der Verstand, die Gefühle und noch unbewusstere Anteile die Bedeutung von Worten ganz individuell einordnen. Bis zu meinem "Ausrutscher-Beitrag" hatten sich nur du und Mona beteiligt. Ich nehme euch sehr unterschiedlich wahr, deswegen war auch die pauschale Aussage mit dem stabilen Boden noch viel zu undifferenziert und offensichtlich nicht korrekt, da einzig und allein dein Empfinden zu dieser Einschätzung hier zählt - und sie widerlegt. Also auch an dich eine von Herzen kommenden Entschuldigung!

Ich sehe die ganze Zeit ein etwas ulkiges Bild vor mir: während Mona mit ordentlicher Erdhaftung da steht, fährt AnnSophie auf Schlittschuhen teils ziemlich rasant zwischen A und B hin und her. Da kann einem schon vom Zuschauen schwindelig werden. Möglicherweise ist "deins" aber bei C? Mir erscheint es aus anderen Beiträgen fast so - korrigiere mich, wenn es nicht stimmt - als könntest du sehr sensibel die Energien anderer aufnehmen und dann in dein "System" integrieren. Und zwar auch dann, wenn diese Energien eigentlich für dich nicht kompatibel sind und ein "Nein" dran gewesen wäre. Deswegen (hier hatte es versehentlich Smily 15 eingesetzt. Weiß nicht, welches das ist, aber die Zahl ist anscheinend wichtig) ging es für dich in meinem Beitrag vielleicht wirklich nur um den Impuls, "was ist meins" als Ermutigung zu verstehen, zur Ruhe, zur Erde in dir, also deiner Mitte zu kommen.
Damit kann man auch doofe Waldeulen-Kommentare und alles was sonst gerade nicht "passt" besser hinten runter rutschen lassen ;)

Ich melde mich nochmal zu Herz und Nieren...
Jetzt gibt es Essen :kaffee:
: 26 ganz liebe Umarmung
Waldeule

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 18. Dezember 2016, 21:52
von AnnSophie
Liebe Waldeule,

Danke für das Schlittschuh-Bild, das passt im Moment. A und B, da sind jedenfalls Baden-Baden (Wahlheimat, trotz verbauter, festgefahrenen Rentner-Eldorado) und Frankfurt (Arbeitsort) mit dabei. Dieser etwas zerrissene Spiegel auch im Außen, der durch einen ziemlichen Spagat meinerseits zusammengehalten wird, hat für mich im Moment eine innere Stimmigkeit.
Diese hohe Sensiblität habe ich nicht nur gegenüber anderen und ihren Themen, sondern inzwischen auch gegenüber mir selbst. Wie viel ich mir an fremden Themen noch zu weit reinziehe, ich weiss es nicht,.... das hat aber auch ganz viel damit zu tun, dass ich noch nicht genau weiß, was meine Rolle hier auf der Erde ist, was genau mein ureigenes spirtuelles Erbe ist und was nicht, da wären wir bei C. Ich hab immer wieder Ahnungen/Bilder, aber es ist einfach noch nicht (ganz) geerdet und nicht alles was mir gestern stimmig und passend war, passt auch heute noch - ich wünsch mir gleichzeitig, dass es das' so langsam wird, auch so dass etwas mehr Ruhe im Innen und Außen einkehrt.

Und dann kann's da schon auch mal ein Gefühl der Identifikation geben, das sich mal früher, mal später als mir nicht dauerhaft dienende Überidentifikation herausstellen kann. In deiner flotten, pragmatisch hilfreichen Aufzählung ist das, das Thema der 2.... und meiner Nachfrage.

Die 15 ist hier der Reden-verboten-Smiley, im JSJ hat sie, als wasche unser Herz mit lachen, viel mit heilen & Erde zu tun... und für mich ist immer noch sehr viel 14 dran.... und gleichzeitig wächst seit einem Jahr auch immer stärker die 15 mit rein.

Vielleicht hat es neben dem ureigenen Persönlichkeitscocktail auch was mit dem biologischen Alter zu tun, dass Mona einfach schon ein Stück geerdeter und gereifter ist ....sowas spielt einfach auch eine Rolle.

Das mal für den Moment.

:danke: & : 26

AnnSophie

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 18. Dezember 2016, 23:34
von Momabo
AnnSophie hat geschrieben: Vielleicht hat es neben dem ureigenen Persönlichkeitscocktail auch was mit dem biologischen Alter zu tun, dass Mona einfach schon ein Stück geerdeter und gereifter ist ....sowas spielt einfach auch eine Rolle.
So ihr zwei Hübschen (und allen anderen Mitlesern :D )
ich musste grad lauthals loslachen als ich das gelesen habe :witz: :witz:
Pustekuchen, ich fühl mich manchmal so wie ein junges unerfahrendes Mädel, dass nicht weiß was los ist und staunend auf die Welt guckt : 18 und wenn ich mich richtig erinnere ist die Waldeule a bizle älter oder? Aber macht nix... :mrgreen:
Es stimmt schon, manchmal fühle ich mich schon wie Methusalem, wenn ich nur ansatzweise so den Schimmer mitbekomme von diesem inneren Wissen, wo ich (immer mehr) manchmal so einen Zipfel zu fassen bekomme. Vllt liegt es auch daran, dass ich von vielen verschiedenen Leben nun auch "weiß" die absolut stimmig für mich sind, weil das passende Gefühl dabei ist... wie wenn die richtige Farbe aufeinandertrifft und du denkst wow das passt... :D

Ich würde mir wünschen, trotz Nirbeetis Beitrag, diesen thread so wachsen zu lassen, wie er halt wächst. Den Kopf auszuschalten, Gefühle zuzulassen, Wahrnehmungen äußern (dürfen, egal wie konträr das Ganze klingt) einfach mal ins Blaue zu denken, Kreise schließen lassen, Aha Erlebnisse zu erleben, Überkreuz denken, Unmögliches auszusprechen, Bilder entstehen zu lassen... ohne von Interpretationen oder In-Resonanz-gehende Leser übel genommen zu werden, es sind dann "einfach noch Dinge da die geheilt werden dürfen"
Mir wäre es wichtig dass die Freiheit und Kreativität erhalten bleibt, denn wenn wir meinen, wir würden jemand anderen "weh" tun, sind wir nicht mehr offen für dieses Thema und dann werden die Beiträge nicht mehr aus dem Innern sondern mehr vom Kopf geleitet und das wäre Schade... : 26 für Nirbeeti

Ihr zwei seid für mich grad so was wie ein Anker in dieser turbulenten Tagen/Zeitqualitäten. Da kann ich meine Gefühle so äußern, wie ich sie wahrnehme ohne ausgelacht oder als "ver-rückt" zu gelten ;)
Wie zB heute, wir hatten Bewohner Weihnachtsfeier, viel tamtam, Musik, Gedichte, ein Singspiel und viiiieeeeel zu essen. Ich hatte den ganzen Vormittag ein s..blödes Gefühl in der Magengrube, das wurde noch schlimmer, je mehr der Nachmittag vorgeschritten ist... ich habe aber nichts feststellen können, aber es war etwas in dem Raum wo die Feier stattgefunden hat... kurz vor dem Abendessen fiel ein Gitarrenkoffer um, mit lautem Getöse... dann war das Gefühl weg und war alles wieder "licht und rein"... Anscheinend hat die dunkle Seite eine Niederlage eingesteckt (oder was auch immer :D )... ich hatte den Raum mit weißem Licht gefüllt... zumindestens kam es mir so vor, dass da was war... hatte aber keine Muse nachzuschauen.

Ich wollte noch was dazu sagen wie ich EUCH beide sehe:
Waldeule: da war von Anfang an eine Verbundenheit da, wie ne große Schwester, die ein Erdenhüter ist, nur einfach in dem sie da ist, ohne was tun zu müssen. Die die Licht-Energien hier verankern kann und geschützt ist. Weil du im anderen thread was von Drachen geschrieben hast, ich hab so ein vages Bild im Kopf wo wir auf unseren Drachen unterwegs sind, meiner ist grün :D (wow, ich seh grad die Aura um den PC Bildschirm rum, hatte ich noch nie :shock: )
AnnSophie: du bist der Verbindungsmanager, nicht für die Erde, sondern für seine Bewohner, du kannst bei anderen mit Emotionen arbeiten, da du die sehr fein wahrnimmst. Das alles kam jetzt einfach so aus der Tastatur heraus, ich hab nicht wirklich nachgedacht... ;) grass ;)
Ich liebe euren sehr detailierten Auseinanderklamüserungen der Dinge die da halt so sind :D

Das mit dem Blick der Füchse find ich spannend, das hab ich auch so erlebt, wie wenn sie einem etwas sagen wollten oder einen wiedererkennen :?
Auf deine Drachengeschichte bin ich aber auch gespannt :D

Ich freu mich auf jeden Fall seeehhhhrrrrrr dass es euch zwei gibt... : 26

So, jetzt ist´s gut, geh in die Heia
glg Mona : 26 : 26

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 00:19
von Waldeule
Ganz kurz! Ich schreibe morgen nochmal ausführlicher. Bin ziemlich k.o..

:danke: euch beiden. Nach deinem Beitrag AnnSophies, dachte ich kurz, "oh Gott, habe ich jetzt schon wieder nen Kopfsprung in die Kloschüssel gemacht", weil ich euch natürlich nicht miteinander vergleichen und erst recht nicht beurteilen wollte, es war nur so, dass ich das Bild so gerade im Kopf hatte. Ganz Unrecht hast du mit dem Hinweis auf das Alter nicht, aber es sind auch andere Lebensumstände, die hier eine Rolle spielen können, auch wenn unsere Seelen über ein paar Jährchen Unterschied nur lächeln können - die rechnen anders.

Liebe Mona, danke für deine Ermutigungen, einfach mal zu schreiben, wie es sich hier anfühlt. Trotzdem hatte ich eine recht kurze Nacht mit viel grübeln und hatte zuvor lange an der Antwort an dich, liebe Nirbheeti, gesessen. Das ich mit dem Thema Macht schon sehr lange zu tun habe, hatte ich erwähnt. Was immer ich tue, ich bin auch für die Wirkung meines Handeln verantwortlich, auch wenn ich nicht alles erahnen kann. Aber als ich Nirbheeti antwortete, liefen mir pausenlos die Tränen. Ich spürte, dass ich da etwas schmerzhaftes angestoßen hatte, was sich meiner bewussten Kenntnis entzog. Hier geht es für mich einfach um noch mehr Achtsamkeit, nicht indem ich Themen meide, sondern wie ich sie ausdrücke und mit welcher Motivation und Energie ich das tue. Und an dem Punkt wusste ich, da war was nicht wirklich weisegewesen.

Morgen mehr...
Gute Nacht ihr Lieben :sleeping:
Waldeule

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 06:27
von AnnSophie
Ihr 2 Hübschen,
kurz vor dem Sprung nach FFM und der dortigen Händie-Zeit, hab 'ne recht intensive Nacht hinter mir, wo sich ein 'neues-altes-Leben' mit heftigen Verletzungen geöffnet hat, die noch relativ stark in meinem Feld sind.... und einiges mehr - auch was zum Thema spir. Erbe, das will aber abhängen.

:danke: für den Verbindungsmanager, der war dazu mit ein Teil Schlüssel, weil Du was mit anderen Worten wahr- & aufgenommen hast, was ich für mich schon auch formuliere: Der neue Mensch entsteht in der Leere zwischen zwei Menschen, einandermal mehr.

Waldeule, mit Dir ist es spannend, wie gern wir so haarscharf aneinander vorbei ratschen.... für mich war das mit dem Schlittschuh fahren schon passend und ok.
Klar ist unser jetztiges biologisches Alter für unsere Seele kaum mehr als ein Wimpernschlag, andererseits haben wir einen Körper, der schon darüber auch einiges triggert.....übrigens als erstes hab ich als erstes den ureigenen Seelencocktail genannt, der beim Lesen für dich nicht so hängengeblieben ist.
Apropos Zeitrechnung der Seele, ich hab schon länger das Bild, dass wenn jemand Dir ein Jahr schenkt, entspricht das für Dich 10 Jahren.... (genaueres auf Nachfrage, ab Donnerstag, wenn ich wieder einen Laptop habe)
Das/Ein Machtthema hab ich aus dem karmischen übrigens irgendwie auch.

Bin als mondische Luft-Wasserikus auch sehr dankbar für den Austausch mit Euch zwei Erdschwestern und auch für Nirbheetis hüten der Achtsamkeits-Regeln.... Also einfach plabbern und danach im Bedarfsfall schauen, was man vielleicht beim nächsten Mal anders sagen würde... gerade in dem was spontan aus der (Un-)Tiefe des Raums kommt, ist so viel zu lernen aus weisen und dummen Sachen (in mir singt es gerade den entsprechenden Text aus Book of love https://www.youtube.com/watch?v=FmnDXRJ7btE...)

So nun muss ich mich aber richten....Endspurt bis Donnerstag.

Herzlich
: 26
AnnSophie.

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 08:46
von sanara
Hallo, Ihr Lieben,

was ich jetzt von mir gebe, wird wahrscheinlich mancher nicht gefallen, dennoch spüre ich den starken Drang, hier mich doch zu melden, nach langem hin-und herüberlegen ;-). Vielleicht hat es ja einen Nutzen.

Also, ich habe mich ne ganze Zeit gefragt, warum jetzt ausgerechnet ich vor dem ganzen Thema, in dem ich ja viel Resonanz habe, zurückgewichen bin. Oft hats mich in den Fingern gekribbelt, zu schreiben, dann wieder :"Nein, Finger weg, lass es sich entwickeln...halte dich zurück."
Heute dann der Impuls, ein inneres "Go!" zum Schreiben und ich lege los, zunächst auf Papier.

Sehr viel von dem, was ihr da geschrieben habt, kenne ich gut. Da ist vor allem dieses Staunen, dass es tatsächlich mehr gibt, als die materielle Welt. Diese Neugier, das nicht greifbare zu verstehen, ins Leben zu integrieren, damit zu "experimentieren", oh ja, das kenne ich auch und was jetzt?
Gute Frage...

Ab dem Zeitpunkt, als Nirbheeti "abgeliefert" hatte, wusste ich, was bremste. Da hat noch jemand diese Mahnung wahrgenommen. Ich sehe hier ein "Formieren" und eine Bewegung(wie in einem Wettbewerb) im Thread, die mir bissle Magenweh machen. Einerseits toll, diese Offenheit und Ehrlichkeit und der große Mut, Dinge preis zu geben, die ich persönlich lieber im geschützten Rahmen (der das www. definitiv NICHT ist) unter Ausschluss der Öffentlichkeit besprechen und anschließend bearbeiten - sprich : KLÄREN und LÖSEN würde. Andererseits scheinen sich gerade die Geister, die gerufen wurden, zu vermehren und zu verselbständigen.

Es brüllt regelrecht "STOP" in mir, nur deshalb wage ich es auch, mich hier mitzuteilen. Weil ihr mir am Herzen liegt, manche hier sogar sehr.

Wofür dieses Stop?
Es dauerte etwas, bis ich die Antwort auf diese Frage in mir finden konnte und noch etwas länger das in Worte zu fassen.
Ich weiß jetzt sehr sicher, daß dieses Haaaaalt...Bremse! - gefühl sich auf ein Geschehen bezieht, das mich selbst in meinem Leben schon einiges an Kraft und anstrengung gekostet hat und ich bekam das nur mit fachlicher Unterstützung vor ein paar Jahren wieder ins Reine.
Dieses Gefühl betrifft das "Errichten von Nebenschauplätzen", das ich hier sehr stark wahrnehme.
Das ist ein fast unmerklicher, LISTIGER Mechanismus der Psyche, um den Tanz "um den heißen Brei" fortzusetzen, abzulenken und auf eine andere Fährte zu führen (Waldeule, dein FuCHS zeigt mir immer dieses Gesicht...auch wenn er andererseits ein Geschenk für dich hat).

Was sind Nebenschauplätze? Heute weiß ich so viel: Sie befinden sich in der Vergangenheit, in vergangenen Leben, in Leben anderer Menschen und sind nichts anderes als simple PROJEKTION, die immer für spannende Ablenkung sorgt. Wer möchte schon gerne sich auf den Weg machen, all das mühevoll errichtete und entdeckte gnadenlos dafür zu nutzen (im geswitchten Zustand fühlt es sich an wie opfern) , seine eigenen Wunden wahrzunehmen und diesen grausigen Schmerz dieser Wunden nochmal zu fühlen?? Auch wenn sie dann, wenn sie erstmal im Heilungsprozess sind wahre WUNDEr und Geschenke zur Folge haben?

So zahlt man oft lieber einen anderen Preis.
Welcher das ist, weiß jeder tief in sich drin selbst.

Leben und Tod ist nicht nur ein materieller Vorgang unserer Körper.
Es umgibt uns jeden Tag. Immer wieder stirbt ein Teil in uns.... geht, macht Platz um etwas Neuem, das wachsen möchte Raum zu geben. Viele möchten an dem,was sich aufmacht zu sterben allerdings krampfhaft festhalten, lieber noch hier und da etwas dazuholen, damit dieser Teil bittebitte bleibt. Nichtahnend, daß er schon längst verschwunden ist und nur noch durch die Gedanken, die dem Neuen den Raum nehmen, existiert...

Ich wünsche uns allen aus tiefstem Herzen ein beschütztes Gefühl auf der Reise zu unserem inneren Kern.
Mit allen Konsequenzen, allem was man dafür auf sich nimmt, allen Stop and gos, die es braucht (ich brauch die auch immer noch), ganz viel Liebe und Herz für sich selbst und den eigenen Weg, der manchmal durch ein Labyrinth führt und dann wieder heraus, um zu sehen, wie schön es doch sein kann zu LEBEN.

Ok, das sind meine 2Cents hierzu und ich werfe sie schnell mal noch in unseren Glücksbrunnen, hinter dem ich jetzt in Deckung gehe :weissefahne:

Von Herzen
sanara : 26

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 10:41
von Waldeule
Die feurige Erdschwester meldet sich jetzt mal wieder mit einem ganz seriösen, überprüfbaren (da aus dem Lehrbuch stammenden) Nachtrag zu Herz und Nieren. Ganz erholsam gerade mal, weil man beim Zitieren kaum Böcke schießen kann (Scherz!!!) - und wenn doch, dann gehe ich in Rente. :witz:
"Back to the roots", der Blick in Klassiker (hier in Giovanni Maciocia, Die Grundlagen der Chinesischen Medizin) hilft mir jedenfalls oft, über die Organzuordnungen auch wieder mit etwas Transferleistung den Überblick über meine derzeitige Situation auf unterschiedlichsten Ebenen zurück zu erlangen. Alles, was kursiv steht sind Zitate aus diesem Werk.

Interessant am Verhältnis Niere - Herz ist zunächst mal die Ambivalenz: Es sind Zwillingsorgane mit energetischen Entsprechungen und gleichzeitig kontrolliert das Wasserelement das Feuer. Grundsätzlich steht Niere für Ruhe und Herz fü Bewegung. Noch komplexer wird es, wenn man beachtet, das in den Überlieferungen nicht das Herz, sondern die Niere das ursprüngliche Feuer darstellt. Das "Tor der Vitalität" (mingmen), das mal der re. Niere zugeordnet wird, später seinen Sitz zwischen den Nieren einnimmt, gilt als Wurzel des Feuers aller inneren Organe, u. a. Depression gilt als Ausdruck von Mangel an Vitalität. Die 5 Elemente Zuordnung des Herzens zum Feuer basiert nur auf verschiedenen Sichtweisen und sind beide gültig - scheinbare Widersprüche sind euch ja auch aus dem jsj bekannt.
Die komplexen Funktionen des Doppelorgans Niere ( die, anders als die Lunge, in manchen Schriften als zwei Organe gekennzeichnet ist!) ist sehr anschaulich in dem Bild des Wasserkessel gezeichnet:
Das Feuer unter dem Kessel wird vom Nieren-Yang und dem Tor der Vitalität (mingmen...) geliefert, das Wasser im Kessel entspricht der Nieren-Essenz, und der entstehende Dampf (also Qi) korrespondiert mit dem Nieren-Qi
Das Herz als Sitz des Geist-shen (beinhaltet sowohl mental-intellektuelle als auch emotionale und spirituelle Aspekte) ist vom wärmenden "Dampf" des Nieren-Qi abhängig, ebenso wie umgekehrt die Nieren-Essenz, der Yin-Aspekt der (linken) Niere, durch das absteigenden Herz-Yang gewärmt werden muss. Die Energien von Herz und Nieren befinden sich in einem ständigen Austausch von oben und unten.

Zusammen mit dem Magen-Milz-Strom ergibt sich das Trio:
Geist - Herz - Himmel
Qi - Magen-Milz - Mensch
Essenz - Niere - Erde

was wiederum nicht zu verwechseln ist mit der Organ - 5 Elemente Zuordnung! Da fallen mir auch wieder die 13 - 14 - 15 SES ein.

Ich merke anhand dieser Komplexität auch wieder, was die feine Ausbalancierung dieser Feuer-Wasser-Achse bedeutet: zuviel Willenskraft lässt die Ruhe in Erstarrung umschlagen, ebenso wie zuviel Freude (die auch Verstellung sein kann) das Herz angreift.

So, jetzt wird es wieder Zeit, den Kopf mal zugunsten des hemmungslosen Fühlens abzuschalten :baeh:

: 26 Waldeule

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 10:44
von Waldeule
... Nicht nur Willenskraft, auch Angst lässt erstarren : 26

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 12:40
von Valeria
@ Sanara, Dein Beitrag kommt zur rechten Zeit.

Im Verlauf des Threads beschlich mich des öfteren auch ein grausiges Gefühl.
Ich kenne die aufgeführten Themen auch, aber ich würde mich hüten, so etwas hier im Forum zu behandeln. Der Titel weist schon unterschwellig die Richtung....

Es ist offensichtlich schwierig, zu trennen - vorhandenes Wissen preisgeben oder für sich zu behalten. (Wäre vielleicht besser im Esotherikforum aufgehoben)

LG Valeria

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 14:02
von Waldeule
Liebe Sanara, liebe Valeria,

ich möchte nur ganz kurz etwas klar stellen, was vielleicht zum Verständnis und der Akzeptanz dieses Themas beiträgt.

Der listige Fuchs (übrigens nur eines der Krafttiere, die situativ auftauchen, ich habe hauptsächlich das Pferd als Begleiter) ist in seiner blockierten Form das, was du beschrieben hast. Das waren deine Bilder. Nach kurzer Überprüfung kann ich deutlich und selbstbewusst behaupten, dass dieses Bild des Fuchses für mich nicht zutrifft.

Zu den "Nebenschauplätzen": das "grausen" habe ich sowohl am eigenen Leib erfahren als die unverhoffte Rückschau begann und bei anderen beobachtet, die aus einer vermeintlich trostlosen Realität dadurch zu entkommen versuchten. Das trifft ebenfalls nicht mehr auf mich zu und genau deswegen behaupte ich ebenso selbstbewusst, dass ich inzwischen darüber reden und schreiben darf! Das kann nur von denen nachvollzogen werden, die Heilungen durch aufarbeiten und integrieren im JETZT erlebt haben oder spüren, diesen Weg gehen zu müssen!

Zum Esoterikforum: das ist m. E. genau der falsche Ansatz: ghettoisieren statt integrieren und diejenigen, die in diesem Prozess gerade über www. Hilfe suchen den selbsternannten "Magiern" zu überlassen. Auch davon bin ich zum Glück weg und glaube, in der Lage zu sein, anderen Hilfestellung geben zu können, wenn sie sich hier irgendwo verlaufen haben. Auch wenn ich dabei gelegentlich mal was vermurkse.

Die interne Plauderecke ist für mein Empfinden der richtige Platz (es sei denn seitens der Moderatoren wird um Einstellung des Threads gebeten), denn wer immer dieses Thema lieber umgehen möchte, braucht den Thread ja nicht zu verfolgen!

Liebe Sanara, du weißt gar nicht, wie dankbar ich dir trotzdem bin, dass du so energisch aufgetreten bist. Dass ich mich für Fehler entschuldigen kann, habe ich bewiesen. Dass ich für meine Überzeugunggen aber auch einmal durchaus machtvoll und nachdrücklich Stellung beziehen kann, habe ich dir jetzt und hier zu verdanken. Es gehört zu meiner Bestimmung, das zu lernen. Auch hier. Auch in solch einem Thread. Daher eine tiefe Verneinung vor dir !

Mit herzlichen Grüßen
Waldeule

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 14:05
von Waldeule
HILFE!!! Verneigung natürlich :shock:

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 14:36
von Valeria
Liebe Waldeule - genau - dafür wären die Moderatoren zuständig! (Schau mal, wer hier Moderator ist)

Es ist nicht leicht, Beiträge zu ignorieren. Und ehrlich gesagt, geht mir das hier zu weit.

Allerdings wünsche ich für mich, dass ich mich hierzu nicht mehr äussere.

LG Valeria

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 14:47
von Momabo
Hallo ihr alle ;)
ich stimme der Waldeule zu dass über diese "inneren Geschichten" nun geredet werden darf. Ich habe heute morgen in mich hineingehört ob ich mit den vorhergehenden Beiträgen in Resonanz gehe, aber da war nix, keine Wut oder sich aufregen, sondern nur eine große Gelassenheit bei meinem "Erkenne dich selbst" angekommen zu sein :D
hab mal bei wiki nachgeschlagen über die Definition:
Esoterik ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist, im Gegensatz zu Exoterik als allgemein zugänglichem Wissen. Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein „höheres“, „absolutes“ und arkanes, althergebrachtes Wissen.
die zwei farbigen Aspekte möchte ich besonders hervorheben, es hat etwas mit meiner inneren Einstellung zum Leben, zum Sein und auch von Annehmen was ist zu tun. So wie in der weißen Farbe alle anderen Farben enthalten sind, so ist zwischen Himmel und Erde auch alles enthalten, nur kann man gewisse Dinge eben nicht mit unseren 5 Sinnen ergründen sondern darf die Herzensqualität Fühlen hinzunehmen. Ich kann mit meinem Verstand nicht fühlen oder zu erklären versuchen, deshalb ist es mir auch ein Anliegen über diese fein-sinn-igen Dinge hier zu sprechen oder anderen zu leuchten bzw einen Weg aufzeigen wie es andere gemacht haben. Das setzt aber immer den eigenen Weg gehen voraus, es gibt m. E. keine zwei gleichen Wege sondern immer den, der für mich stimmig ist....

Jin Shin Jyutsu ist das was mir dabei hilft noch besser wahrzunehmen, anzunehmen, hinzuspüren, nicht mehr nur schwarz-weiß zu sehen, kein ent-oder-weder sondern immer ein sowohl-als-auch, was das Leben soo viel bunter und freier macht... Es wird immer gesagt, wir haben alles Wissen IN uns, wir müßten uns nur wieder daran erinnern, aber das geht nicht mit der Logik oder dem Verstand, sondern nur mit dem Weg "Erkenne mich selbst" und da sind wir bei JSJ 100%ig richtig :dance:

@Waldeule
danke für deine Gegenüberstellung von Herz und Niere, so sind ganze Lichterketten aufgegangen und ich bin wieder ein Schritt weiter im Verstehen dieser beiden Organe...

glg Mona : 26

https://www.youtube.com/watch?v=fwMowPviUAQ Gänsehautfeeling : 9

Re: Leben, Tod und alles, was man nicht sehen kann

Verfasst: 19. Dezember 2016, 15:14
von Waldeule
Gott sei Dank, Mona, hast du Herz und Niere in der Aufwallung entdeckt und es freut mich, dass es dich "erleuchtet" hat - immerhin noch rechtzeitig vor Weihnachten ;) . War schon so froh, dass ich heute mal nur "Kopfarbeit" machen durfte - der liebe Gott zerstört nichts lieber als unsere Erwartungen :kicher:

Dass das Thema Polarisierungspotenzial hat, war von Anfang an klar. Du weist auch zurecht auf jsj hin. Wenn jsj ALLE Facetten des Lebens beinhaltet, dann hätte ich hier im Forum nichts mehr verloren, wenn eine der für mich LEBENS-wichtigen Facetten schwarz gepinselt würden.

Sollte es genau das sein, was mir der ein oder andere sagen möchte, dann habt auch den Mut es zu tun. Immerhin haben diejenigen vermutlich den schweigenden Mainstream hinter sich. Ich liebe Gegenstromanlagen! Valerias Esoterikverständnis hat sich für mich anders angefühlt als deine Definitionen, Mona, (die korrekt, aber leider häufig nicht umgesetzt sind). Deswegen hier nochmal ganz direkt: Valeria, sage mir unverblümt, was dich eigentlich stört. Ich hatte den Eindruck, es ging dir nicht nur um Inhalte. Dazu hast du dich etwas zu knapp an Sanaras ausführliche Überlegungen angehängt. Auch das wäre für mich nichts Neues... Ich möchte gerne ehrliche, fruchtbare Auseinandersetzungen und die kann es nur geben, wenn man weiß und sagt, worum es einem wirklich geht.

Sanara, merkst du was? Hier "schleicht" gerade kein Fuchs, sondern ich bin etwas mehr in meinem chinesischen Sternzeichen unterwegs: Tiger [katze] ( und der fühlt sich etwas anders an als diese Pussicat :witz: )

:danke: an alle für eure Beiträge
Waldeule