Früher als erhofft! Tiere versorgt, Tannenbaum geschmückt, Mann hat sich zum Handball schauen vor den Fernseher gesetzt, da darf ich sowieso nicht stören und die Vorbereitung für die Feierlichkeiten der Elfen ist auch erledigt.
Sanara, ich wollte dich nicht aus dem Urlaub holen! Aber wie ernst ich deinen und auch anderer Hinweise nehme, siehst du gleich. Warum mache ich das hier, halb-öffentlich? Zum Einen, weil ich an sich ein fauler Hund bin und den A... nicht hoch kriege, wenn ich alleine für mich und mit mir im Kämmerlein arbeiten soll. Zum Anderen, weil es zu meinen Aufgaben gehört, mit und leitend hier und da für Gruppen zu arbeiten - da fällt mir alles leichter (auch Lehrbücher wälzen). Außerdem ist es aus meiner Sicht verantwortungsvoller, schwierige Dinge mit eigenen Erfahrungen zu erläutern, das macht alles auch lebendiger als Zeigefinger-Theorie. Und man deutet nicht auf die Fehler anderer, sondern arbeitet in der Auseinandersetzung die eigenen auf. Gefahr dabei (gerade bei der Tiger-König-Kombi): Narzismus, Eitelkeit und Koketterie mit den "vermeindlichen" Schwächen, um Widerspruch heraus zu kitzeln. "Fishing for compliments", wie der Engländer sagt. Das erste kann ich glaube ich ausschließen, davor bewahrt mich mein Gruppengeist. Die anderen beiden...na ja,... nicht immer, aber immer öfter, wie es so werbewirksam heißt

Wichtig ist für mich, die Ebenen auseinanderzuhalten: wo schleichen sich emotionale oder mentale Knoten ein und was ist spiritueller "Plan".
Stammtisch, schade - wäre sofort dabei! Dafür trinke ich das (1.) Gläschen Heidelbeerwein später auf dich, o. k.?
Die Elfenkinder und das Geschenk der Elfen
Die Vorgeschichte:
Eine Waldeule (ohne "Ohr", die eigentlich ein Uhu ist - sonst gibt's gleich auf die Mütze von Cestca!) saß in ihrem Kämmerchen und grübelte darüber, wo in ihren Texten die Energie von "schnippisch" oder "sarkastisch" hineingeraten sein könnte. Sie fragte Herrn Wikipedia, der Sarkasmus als "bitteren, beißenden Spott" bezeichnete. Waldeule drehte jede Feder um und fand dazu nichts (aus diesem Leben!). Da sie dem Gespür der Alten Weisen (Sanara, das bezieht sich NICHT auf dein Alter!) aber vertraute, obwohl sie es nicht ausschloss, dass sich auch bei ihr einmal Gespür und alte Verletzungen miteinander verschlungen hatten, forschte sie weiter. Bei "schnippisch", fragte sie ihren Freund den Fuchs zuerst. Der aber meinte kopfschüttelnd, dies sei nicht sein Revier. Sie ging zum Drachen. Der gähnte nur und vermittelte müde, bei so einer Angelegenheit käme er nicht einmal auf Betriebstemperatur! Sie rief nach Informationen aus anderen Zeiten - kein Widerhall....
Doch dann hörte sie das Wort "Mamainstinkt" in sich wie mit Glöckchenklang ertönen... und sie begann nach innen zu lauschen und zu schauen,... ganz tief hinein, in einen dunklen Raum...
und hier beginnt die eigentliche Elfengeschichte:
Ja, tatsächlich! Dort saß jemand, ganz alleine im Dunkeln auf dem harten Boden. Die Arme vor der Brust verschränkt, die Beine eng herangezogen und mit dem schnippischsten, trotzigsten Gesichtsausdruck, den man sich nur vorstellen kann. Ein kleines Mädchen, höchstens 7 Jahre alt. Auf wundersame Weise, verwandelte sich die Waldeule in eine liebende Mutter. Diese fragte das Mädchen: "Was fehlt dir denn? Warum sitzt du hier so zusammengekauert und einsam?" Das Kind öffnete vertrauensvoll ein wenig die Arme... und plötzlich sah die Mutter, wie sich ein ganz klein wenig Flügel hinter dem Rücken des Kindes hervor schoben. Sie stellte erleichtert fest, dass sie nicht gestutzt waren, sondern nur trotzig hinter dem Rücken versteckt waren. "Du darfst deine Flügel zeigen", sagte die Mutter, "du musst nichts mehr verstecken! Ich liebe dich mit deinen Flügeln noch viel, viel mehr!" Das Kind versuchte, seine so lange zusammengefalteten Flügel auszubreiten. Es fiel ihm noch sichtlich schwer. Voller Mitgefühl fragte es die Mutter, was es denn gerne von ihr haben möchte. Augenblicklich wurde der Raum von einem samtig grünen Lichtstrahl erhellt und der erste Begleiter des Kindes erschien. Es war der Heiler unter den Erzengeln, Raphael ist sein Name. Die Flügel ließen sich nun leichter bewegen durch das erscheinen des Engels. "Brauchst du noch etwas?", fragte die Mutter. Sie bot ihm ihre Krafttiere an und dachte dabei an den Drachen. Doch das Mädchen schüttelte den Kopf und entschied sich für Pegasus, das geflügelte Pferd.
"Einen Wunsch habe ich noch", teilte es der Mutter mit, "ich möchte Elfenkinder als Spielkameraden!" "Kein Problem", sagte die, "wir laden einfach welche ein und machen die Tür weit auf! Heute ist Wintersonnenwende! Die Elfen werden uns hier schon entdecken!" Mit einer Umarmung und der Versicherung, immer nach seinem Wohlergehen zu schauen verabschiedete sich die Mutter aus dem Raum, der nun im schönstem Grün der Heilung, der Natur, der Weite erleuchtet war....
Als die Waldeule wieder in ihrer Kammer saß, spürte sie, wie sich die Atmosphäre ihres Kämmerchens mit einem Mal veränderte... Ein Schauer strich durch ihre Federn und sie nahm den Raum fast als Klang war. In diesem Moment wusste sie, dass das Kind im Inneren gerade Besuch bekommen hatte...
Hier könnte die Geschichte eigentlich zu Ende sein...wäre nicht der Hauself, der den Gewölbekeller der Waldeulenfamilie bewohnt, plötzlich aufgetaucht. er näherte sich durch die Wand und kam von hinten, links an der Waldeule vorbei. Sie konnte ihn mit geschlossenen Augen sehen. Ungewohnt langsam und bedacht trat er vor sie. In den Händen hielt er ein Geschenk für die Waldeule. Es war eine brennende Kerze zur Wintersonnenwende. Der Waldeule liefen die Tränen vor Rührung. Doch das war noch nicht alles. Beim genaueren Hinsehen, erwies sich der sonst aus Wachs bestehende Teil der Kerze als ein gläsernes Gefäß. Darin stand eine wunderschöne, in ein weißes Kleid aus feinstem Elfengewebe gehüllte Elfe. Sie stützte ihre Hände an das Glas, als wolle sie heraus - und sah dabei sehr hoffnungsvoll aus...
Die Botschaft der Elfen lautete: "Danke! Du bringst uns mit deinem Feuer in die Wirklichkeit zurück! Gib nicht auf! Wir haben dich hierher gerufen, weil wir deine Hilfe brauchen." Zutiefst berührt nahm die Waldeule das wundervollste, leuchtende Geschenk dieser dunkelsten und längsten Nacht des Jahres an. sie versprach den Elfen und allen Naturgeistern, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um diese Aufgabe zu erfüllen...
Mit ganz viel Liebe und Dankbarkeit im Herzen euch allen eine gesegnete Wintersonnenwende, auf dass das Lichtkind in jedem von euch geboren werden und gedeihen darf in seiner ganzen, ureigensten Schönheit!

Waldeule