Eine Wagenladung voller Mist
Verfasst: 31. Oktober 2010, 22:05
Aus dem Buch "Vögel fliegen ohne Koffer" von Ajahn Brahm:
Eine Wagenladung voller Mist
Im Leben gibt es immer auch unangenehme Dinge - und der einzige Unterschied zwischen einem glücklichen Menschen und einem Deprimierten besteht in der Reaktion auf Unheil. Stellen sie sich jetzt vor, dass Sie mit einem Freund einen herrlich entspannten Nachmittag am Strand verlebt haben. Und als Sie nach Hause kommen, entdecken Sie, dass irgendjemand eine ganze Wagenladung voller Dung direkt vor ihrer Haustür abgeladen hat. Über diesen Misthaufen sollten sie folgendes wissen:
1. Sie haben ihn nicht bestellt. Es ist nicht ihre Schuld.
2. Sie haben ihn jetzt am Hals. Niemand hat gesehen, wer ihn abgeladen hat, also können sie auch niemanden auffordern, ihn wieder wegzubringen.
3. Er ist dreckig, widerlich und ekelhaft. Sein Gestank zieht langsam durch Ihr ganzes Haus und ist so unerträglich, dass sie kotzen könnten.
In dieser Metapher steht die Wagenladung voller Mist für all' die traumatischen Erfahrungen, die das Leben über uns auskippt. Genau wie bei der Mistladung müssen wir auch drei Dinge über die Katastrophe in unserem Leben wissen:
1. Wir haben sie nicht bestellt. Wir fragen "Warum ich??"
2. Wir haben sie am Hals. Keiner, nicht einmal unsere besten Freunde, kann sie uns wegnehmen (obwohl sie es vielleicht versuchen)
3. Sie ist grauenvoll, ein solcher Zerstörer unseres Glücks, dass der Schmerz unser ganzes Leben ausfüllt. Sie ist einfach nicht zu ertragen.
Wenn man eine solche Wagenladung voller Mist am Hals hat, gibt es zwei Möglichkeiten darauf zu reagieren. Die erste besteht darin, dass wir den Mist mit uns herum schleppen. Wir stecken etwas davon in unsere Taschen und unter unser Hemd. ja, wir schütten sogar etwas davon in unsere Hosen. Und wenn wir dann mit diesen Miststücken herumlaufen, stellen wir fest, dass wir eine Menge Freunde verlieren. Sogar die besten Freunde scheinen sich nicht mehr so oft sehen zu lassen.
"Den Mist herum tragen" ist eine Metapher für das Versinken in Depressionen, für negative Gedanken oder Wut. Eine ganz natürliche Reaktion auf Widrigkeiten des Lebens. Aber wir verlieren viele Freunde udn es ist ja völlig verständlich, dass sie nicht mehr viel mit uns zu tun haben wollen, wenn wir dauernd wie 7 Tage Regenwetter herumlaufen. Schlimmer noch, der Misthaufen wird dabei nicht abgetragen, sondern reift gemütlich heran, so dass sein Gestank immer unerträglicher wird.
Zum Glück gibt es einen zweiten Weg...
Fortsetzung folgt
Eine Wagenladung voller Mist
Im Leben gibt es immer auch unangenehme Dinge - und der einzige Unterschied zwischen einem glücklichen Menschen und einem Deprimierten besteht in der Reaktion auf Unheil. Stellen sie sich jetzt vor, dass Sie mit einem Freund einen herrlich entspannten Nachmittag am Strand verlebt haben. Und als Sie nach Hause kommen, entdecken Sie, dass irgendjemand eine ganze Wagenladung voller Dung direkt vor ihrer Haustür abgeladen hat. Über diesen Misthaufen sollten sie folgendes wissen:
1. Sie haben ihn nicht bestellt. Es ist nicht ihre Schuld.
2. Sie haben ihn jetzt am Hals. Niemand hat gesehen, wer ihn abgeladen hat, also können sie auch niemanden auffordern, ihn wieder wegzubringen.
3. Er ist dreckig, widerlich und ekelhaft. Sein Gestank zieht langsam durch Ihr ganzes Haus und ist so unerträglich, dass sie kotzen könnten.
In dieser Metapher steht die Wagenladung voller Mist für all' die traumatischen Erfahrungen, die das Leben über uns auskippt. Genau wie bei der Mistladung müssen wir auch drei Dinge über die Katastrophe in unserem Leben wissen:
1. Wir haben sie nicht bestellt. Wir fragen "Warum ich??"
2. Wir haben sie am Hals. Keiner, nicht einmal unsere besten Freunde, kann sie uns wegnehmen (obwohl sie es vielleicht versuchen)
3. Sie ist grauenvoll, ein solcher Zerstörer unseres Glücks, dass der Schmerz unser ganzes Leben ausfüllt. Sie ist einfach nicht zu ertragen.
Wenn man eine solche Wagenladung voller Mist am Hals hat, gibt es zwei Möglichkeiten darauf zu reagieren. Die erste besteht darin, dass wir den Mist mit uns herum schleppen. Wir stecken etwas davon in unsere Taschen und unter unser Hemd. ja, wir schütten sogar etwas davon in unsere Hosen. Und wenn wir dann mit diesen Miststücken herumlaufen, stellen wir fest, dass wir eine Menge Freunde verlieren. Sogar die besten Freunde scheinen sich nicht mehr so oft sehen zu lassen.
"Den Mist herum tragen" ist eine Metapher für das Versinken in Depressionen, für negative Gedanken oder Wut. Eine ganz natürliche Reaktion auf Widrigkeiten des Lebens. Aber wir verlieren viele Freunde udn es ist ja völlig verständlich, dass sie nicht mehr viel mit uns zu tun haben wollen, wenn wir dauernd wie 7 Tage Regenwetter herumlaufen. Schlimmer noch, der Misthaufen wird dabei nicht abgetragen, sondern reift gemütlich heran, so dass sein Gestank immer unerträglicher wird.
Zum Glück gibt es einen zweiten Weg...
Fortsetzung folgt