Aktive Sterbehilfe o. Sterbebegleitung bei Katzen u. Strömen
Verfasst: 23. August 2013, 17:25
Sozusagen aus aktuellem Anlass würde ich gerne hier mir Euch über dieses Thema diskutieren und austauschen, auch wenn ich mir bewusst bin, das es kein einfaches Thema ist.
Gestern Morgen, so ca. gegen 6 Uhr in der Früh ist mein Kater Peter verstorben. Er ist ca. 22 Jahre alt geworden, hat also ein biblisches Alter , auch für eine Katze, erreicht.
So ca. gegen 2 Uhr Nachts bekam er plötzlich heftige Krämpfe.
Doch zunächst ein kleiner Rückblick.
Er ist die 3. Katze, die bei mir gestorben ist. Emmelie ist ca. 15 Jahre alt geworden, sie hatte Probleme mit den Nieren und hat nur noch erbrochen und sich gequält, ich habe sie einschläfern lassen, bei uns zu Hause.
Sammy, mein Kater ist für mich völlig unerwartet Anfang Dezember letzten Jahres verstorben. Er hatte sich auf die Fußmatte bei mir im Bad gelegt und ich war gerade mit meiner Freundin am Weihnachtsplätzchen backen, als ein fürchterliches Schreien ertönte. Völlig überrascht liefen wir zu Sammy, packten ihn in`s Auto und fuhren ihn zum Tierarzt. Der konnte nur noch den Tod von Sammy feststellen. Ich war ziemlich geschockt und fragte mich lange hinterher noch, wieso ich vorher nichts mitbekommen habe.
Peterchen stellte mich vor eine völlig neue Aufgabe. Ich hatte mal gehört und auch irgendwo gelesen, das es auch für Tiere gut ist, wenn sie den Zeitpunkt des eigenen Sterbens bestimmen können, und das das mit dem Einschläfern nicht der Weisheit letzter Schritt ist.
Peterchen fiel mir auf, weil er nichts mehr fraß, und nur noch unter dem Sofa auf dem Balkon lag. Ich dachte erst, es läge an dieser wahnsinnigen Hitze draußen u. das die ihm zu schaffen machte. Doch der Tierarzt stellte Fieber fest und Peterchen bekam Antibiotika. Blut ließ sich leider nicht abnehmen, da Peterchen recht dick war und der Arzt keine Ader finden konnte. Außerdem war Peterchen ein recht wehrhafter Kater. Streichelte ich ihn einmal zu viel über den Kopf, bekam ich gleich seine Krallen zu spüren. Ich hatte den Kater erst mit 20 Jahren von einer alten Dame bekommen, die ihn nicht mehr wollte. Ein Röntgenaufnahme hatte auch nichts ergeben.
Beim 2. Tierarztbesuch wurde Fieber von über 40 Grad festgestellt. Peterchen fraß immer noch nicht. Er bekam jetzt Antibiotika für 14 Tage, eine Fiebersenkende Spritze und eine Appetitanregende Spritze. Peterchen fraß daraufhin 3 Tage etwas, dann wieder nichts mehr. Aber immer wenn ich das Zimmer betrat, schnurrte er wie verrückt, was er sonst nicht so tat. Ich schlief jetzt Nachts immer bei dem Kater, ich machte mir Sorgen, wollte ihn nicht so viel alleine lassen, und er lag bei mir auf dem Bett zu meinen Füßen. Anfangs sprang er selber dahin, später legte ich ihn dahin. Wenn ich gewußt hätte was, hätte ich ihn homöopathisch behandelt, aber ich blickte nicht durch, verstand nicht, was mit Peterchen los war.
Er fing an, unter sich zu machen. Kot hatte er schon lange nicht mehr abgesetzt, aber Urin. Er machte vor dem Katzenklo. Einmal saß er drin, aber er kam nicht mehr raus. Ich kaufte ein größeres, ohne Haube, da ich annahm, das er in seinem Alter sich nicht mehr so gut bewegen konnte und die Drehbewegung im Katzenklo nicht mehr schaffte. Aber das große Klo nahm er nur 2x in Anspruch, er schaffte es auch da nicht mehr hinein. Er wurde schwächer und schwächer und ich begann mich damit auseinander zu setzen, das es wohl zu Ende mit ihm gehen würde. Sollte ich ihn einschläfern lassen oder nicht und wann?
Ich trug Peter nochmal zum Tierarzt, er hatte nur leichtes Fieber, fraß immer noch nicht. Er bekam ein rundum Antibiotika mit einer größeren Abdeckung von Erregern, er bekam einen Tropf zum Aufbauen und für die Flüssigkeitsaufnahme und der Tierarzt sagte, wenn es nicht besser wird, sollte ich am nächsten Morgen kommen und den Kater einschläfern lassen.
Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, ich dachte, an einen Tag eine Antibiotikaspritze und am nächsten ihn gleich einschläfern lassen... so schnell wirkt das doch auch alles nicht. Bereits Tage zuvor hatte ich begonnen Peter einmal am Tag zu strömen. Die 3 und die 15, die 1, die 2, weil er sich nur noch schlecht bewegen konnte, besonders seine Hinterläufe. Es sah aus, als wenn er Rheuma da drin hatte. ich hatte genug vom Tierarzt, von Antibiotika usw.
Ich rief meine Homöopathin an und sie suchte für Peter ein homöopathisches Mittel raus: Ambra Grisea, u.a. weil Peter so schwach war. Sie meinte, entweder entschließt sich der Kater zu leben oder dafür, zu sterben. Ich hatte mit ihr auch darüber gesprochen, ob ich ihn einschläfern lassen sollte und was der Tierarzt meinte und dem, was ich auch in Erwägung zog: ihn seinen eigenen Weg gehen zu lassen. Sie fand, das ich ihn ruhig seinen eigene Weg gehen lassen sollte. Ich dachte, okay, solange Peter keine großen Schmerzen hat, lasse ich ihn in Ruhe. Günther und ich strömten Peter jetzt regelmäßig und im Gegensatz zu früher, wo Peter sich nicht so gerne berühren ließ, fand er es jetzt scheinbar angenehm, wenn wir ihn strömten. Wir (Günther und ich ) beschlossen es jetzt immer gemeinsam zu tun. Günther legte zumeist seine Hände auf Peterchens Rücken und ich machte den Zehen/Fingerstrom. Wir strömten auch die 23. Am Freitag hatte Peter das homöopathische Mittel bekommen und ich beschloss mit dem Einschläfern zu warten, wollte dem neuen Mittel eine Chance geben.
Peterchen lief etwas mehr , er schleppte sich auf den Balkon, schlief die ganze Nacht von Freitag auf Samstag auf den Strohballen draußen. Am nächsten Tag schaffte er es wieder nicht zum Klo und ich säuberte ihn, er lag in seinem eigenen Urin. Putzen tag er sich auch nicht mehr. Ich bürstete ihn sanft und nur kurz. Das hätte ich früher nie gedurft, er lies es zu.
Ich widerholte das Mittel verkleppert. Nun, ich will hier nicht in noch mehr Einzelheiten gehen, habe eh schon so viel geschrieben.
Im Nachhinein erscheint mir die ganze Entwicklung viel klarer, aber wenn man drinsteckt.... Auch wusste ich immer noch nicht wirklich, was ich tun sollte und was richtig, oder am besten war. Einschläfern oder nicht. Ich verschob einen Termin nach dem anderen.
Dann die vorletzte Nacht. Ich war vom Spätdienst gekommen, wollte noch nicht schlafen gehen. Um 1.30 Uhr bin ich zu Peter in`s Zimmer gegangen. Er war aus dem flachen weichen Körbchen auf der Erde gekrochen aber nicht weit gekommen, er lag wieder im eigenen Urin. Ich wusch ihn etwas ab, legte ihn auf`s Bett, reinigte alles im Zimmer. Als ich wieder in`s Zimmer kam, fing Peter plötzlich zu krampfen an. Es war fürchterlich. Es war jetzt c. 2 Uhr in der früh. Ich blieb bei Peterchen, es schien ihn zu beruhigen, sanft legte ich die Hände auf seinen Körper. Ich weckte Günther, gemeinsam begannen wir Peterchen zu strömen. Ich mit dem Finger/Zehen Strom, Günther legte einfach die Hände auf den Rücken von Peter. Eine ganze Zeit lieb Peter ruhig, dann begann er wieder zu krampfen. Es ging die ganze Nacht durch und die Abstände wurden kürzer. Der Kater tat mir so leid. Ich überlegte, was ich tun könnte, was ist richtig zu strömen. Ich habe etwas Grundwissen, aber bin keine Expertin. Ich habe in Berlin einen Kurs besucht, in dem alle SES behandelt wurden, aber dann bin ich nach Niedersachsen gezogen und weitere Kurse habe ich nicht besucht. Ich arbeite viel mit Büchern.
Ich kann Euch nicht sagen, was alles in diesen Stunden durch meinen Kopf gegangen ist. Angefangen mit dem, Jin Shin Jyutsu ist etwas zum heilen, aber was ist, wenn jemand stirbt? Wie begleite ich mit Jin Shin Jyutsu ein sterbendes Wesen. Heilung bei Peter? Ich versuchte nicht dran zu denken, keine Vorgaben, nichts zu erwarten, ich wollte einfach, das er Linderung erfuhr, aber die Krämpfe kamen immer öfter. Ich litt an Selbstzweifeln, strömte ich das richtige und versuchte mich zu beruhigen, das letztendlich alles miteinander verbunden ist. Ich verfluchte, kein eigenes Auto zu haben, Busse fuhren nicht in der Nacht, also hieß es irgendwie bis zum Morgen durchzuhalten. Ich versuchte Peter mit den Chakrenblüten Essenzen zu unterstützen. (Das Heft wo ein Artikel zu Sterbebegleitung und Chakrenblüten Essenzen habe ich sinnigerweise erst am nächsten Tag erhalten, dennoch, im Nachhinein, die Herzchakrablüte für Peter war absolut richtig gewesen. ) Nachdem Günther und ich Peter ca. eine Stunde geströmt hatten, hatte ich das Gefühl, es ist genug. Günther fing eh an zu maulen. Er wollte eh lieber schlafen, konnte sich das mit Peter nicht mehr ansehen. Günther ging dann auch, ich blieb bei dem Kater.
Ich gebe es zu, ich habe da auch gelegen und zwischenzeitlich geweint. Es war schwierig für mich, das ganze anzusehen, Peter wieder und wieder krampfen zu sehen. Ich hatte einmal sogar den Impuls das arme Tier einfach zu ersticken, nur damit es nicht leiden muss. Ich bin in der Pflege, ich sehe vieles, aber Sterbebegleitung habe ich noch nie gemacht. Aber ich merkte, ich konnte Peter nicht töten. Ich habe angefangen mich selber zu strömen. Wenn Peter im Krampf war, legte ich ihn die Finger auf den Nacken, strömte die 4, 12. Es schien ihm gut zu tun.
Dann strömte ich mich wieder. Schlafen konnte ich eh nicht. Es waren lange Stunden. Dann wieder lag ich bei ihm und erzählte leise+ü von der Zeit mit ihm, streichelte ihn einfach, ich bedankte mich für die Zeit mit ihm, das er in der letzten Zeit so viel geschnurrt hatte und so anhänglich geworden war, das er das streicheln jetzt auch genießen konnte. Dann mußte ich zur Toilette und Spatz kam mit mir wieder in das Zimmer rein. Spatz hat eigentlich die letzten Monate immer mit Peter zusammen im Zimmer gelebt, da Peter sich mit den anderen Katzen von mir nicht vertrug. Mit Domino hatte er sich noch richtige Kämpfe geliefert, bis die Fellfetzen flogen. Danach habe ich sie separiert. Peterchen bekam ein großes Zimmer und er konnte immer auf den großen Balkon. Jetzt kam Spatz und leckte Peterchen über das Köpfchen. Es war so süß.
Irgendwann so gegen 4.30 Uhr Morgens habe ich den Ankerschritt von Blasenstrom gemacht. Ich lag jetzt im Rücken vom Kater. Einmal habe ich ihn einfach in meinen Arm genommen und ihn sozusagen den Rücken gestärkt.
Dann wieder habe ich mich selber geströmt. Hauptzentralstrom.
So kurz nach 5.30 Uhr habe ich in der Tierklinik angerufen, ob ich Peter zum Einschläfern vorbeibringen könnte. Er sollte nicht mehr leiden. Ich habe Peter in den Transportkorb gelegt, habe mir einfach das Firmenauto (Schei....drauf, das ich es nicht privat nutzen darf) genommen und bin losgefahren. In der Klinik angekommen konnte die Tierärztin nur noch den Tod von Peter feststellen. Ich habe 2 x nachgefragt, ich konnte es nicht glauben, das er Tod ist. Auf der ganzen Heimfahrt habe ich geheult.
Am Donnerstag Abend, nach meinem Spätdienst habe ich im Internet gegoogelt: Sterbebegleitung bei Tieren. Die Verschiedenen Phasen des Sterbens bei Tieren. Ich habe das nicht gewußt. Ich habe mich geärgert, warum ich mir das nicht früher durchgelesen habe. Ich hätte einiges von Peter anders verstehen können. Z.B., das es in der 3. Sterbephase zu auffälligen Körperreaktionen kommen kann, die sich z.B. auch in Krämpfe äußern können. Auch, das man das Tier nachdem Tod noch länger an seiner Stelle liegen lassen sollte ... ich .. ich habe ihn weggetragen, zur Tierklinik. Ich habe mein bestes versucht und doch viele Fehler gemacht. Ich bin traurig. Es sagt sich immer so einfach, folge Deinem Herzen oder trau deiner Intuition oder ...
Ich finde, es ist wirklich nicht einfach, besonders, wenn man zum ersten Mal in einer Situation ist und ich weiß, ich hätte noch vieles viel besser machen können. Hinterher ist man immer schlauer.
Peterchen liegt jetzt in unserem Garten. Ich habe ihn dort begraben.
Ich habe noch 6 Katzen im Haus, ich hoffe, das ich es bei den anderen besser mache.
Gestern Morgen, so ca. gegen 6 Uhr in der Früh ist mein Kater Peter verstorben. Er ist ca. 22 Jahre alt geworden, hat also ein biblisches Alter , auch für eine Katze, erreicht.
So ca. gegen 2 Uhr Nachts bekam er plötzlich heftige Krämpfe.
Doch zunächst ein kleiner Rückblick.
Er ist die 3. Katze, die bei mir gestorben ist. Emmelie ist ca. 15 Jahre alt geworden, sie hatte Probleme mit den Nieren und hat nur noch erbrochen und sich gequält, ich habe sie einschläfern lassen, bei uns zu Hause.
Sammy, mein Kater ist für mich völlig unerwartet Anfang Dezember letzten Jahres verstorben. Er hatte sich auf die Fußmatte bei mir im Bad gelegt und ich war gerade mit meiner Freundin am Weihnachtsplätzchen backen, als ein fürchterliches Schreien ertönte. Völlig überrascht liefen wir zu Sammy, packten ihn in`s Auto und fuhren ihn zum Tierarzt. Der konnte nur noch den Tod von Sammy feststellen. Ich war ziemlich geschockt und fragte mich lange hinterher noch, wieso ich vorher nichts mitbekommen habe.
Peterchen stellte mich vor eine völlig neue Aufgabe. Ich hatte mal gehört und auch irgendwo gelesen, das es auch für Tiere gut ist, wenn sie den Zeitpunkt des eigenen Sterbens bestimmen können, und das das mit dem Einschläfern nicht der Weisheit letzter Schritt ist.
Peterchen fiel mir auf, weil er nichts mehr fraß, und nur noch unter dem Sofa auf dem Balkon lag. Ich dachte erst, es läge an dieser wahnsinnigen Hitze draußen u. das die ihm zu schaffen machte. Doch der Tierarzt stellte Fieber fest und Peterchen bekam Antibiotika. Blut ließ sich leider nicht abnehmen, da Peterchen recht dick war und der Arzt keine Ader finden konnte. Außerdem war Peterchen ein recht wehrhafter Kater. Streichelte ich ihn einmal zu viel über den Kopf, bekam ich gleich seine Krallen zu spüren. Ich hatte den Kater erst mit 20 Jahren von einer alten Dame bekommen, die ihn nicht mehr wollte. Ein Röntgenaufnahme hatte auch nichts ergeben.
Beim 2. Tierarztbesuch wurde Fieber von über 40 Grad festgestellt. Peterchen fraß immer noch nicht. Er bekam jetzt Antibiotika für 14 Tage, eine Fiebersenkende Spritze und eine Appetitanregende Spritze. Peterchen fraß daraufhin 3 Tage etwas, dann wieder nichts mehr. Aber immer wenn ich das Zimmer betrat, schnurrte er wie verrückt, was er sonst nicht so tat. Ich schlief jetzt Nachts immer bei dem Kater, ich machte mir Sorgen, wollte ihn nicht so viel alleine lassen, und er lag bei mir auf dem Bett zu meinen Füßen. Anfangs sprang er selber dahin, später legte ich ihn dahin. Wenn ich gewußt hätte was, hätte ich ihn homöopathisch behandelt, aber ich blickte nicht durch, verstand nicht, was mit Peterchen los war.
Er fing an, unter sich zu machen. Kot hatte er schon lange nicht mehr abgesetzt, aber Urin. Er machte vor dem Katzenklo. Einmal saß er drin, aber er kam nicht mehr raus. Ich kaufte ein größeres, ohne Haube, da ich annahm, das er in seinem Alter sich nicht mehr so gut bewegen konnte und die Drehbewegung im Katzenklo nicht mehr schaffte. Aber das große Klo nahm er nur 2x in Anspruch, er schaffte es auch da nicht mehr hinein. Er wurde schwächer und schwächer und ich begann mich damit auseinander zu setzen, das es wohl zu Ende mit ihm gehen würde. Sollte ich ihn einschläfern lassen oder nicht und wann?
Ich trug Peter nochmal zum Tierarzt, er hatte nur leichtes Fieber, fraß immer noch nicht. Er bekam ein rundum Antibiotika mit einer größeren Abdeckung von Erregern, er bekam einen Tropf zum Aufbauen und für die Flüssigkeitsaufnahme und der Tierarzt sagte, wenn es nicht besser wird, sollte ich am nächsten Morgen kommen und den Kater einschläfern lassen.
Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, ich dachte, an einen Tag eine Antibiotikaspritze und am nächsten ihn gleich einschläfern lassen... so schnell wirkt das doch auch alles nicht. Bereits Tage zuvor hatte ich begonnen Peter einmal am Tag zu strömen. Die 3 und die 15, die 1, die 2, weil er sich nur noch schlecht bewegen konnte, besonders seine Hinterläufe. Es sah aus, als wenn er Rheuma da drin hatte. ich hatte genug vom Tierarzt, von Antibiotika usw.
Ich rief meine Homöopathin an und sie suchte für Peter ein homöopathisches Mittel raus: Ambra Grisea, u.a. weil Peter so schwach war. Sie meinte, entweder entschließt sich der Kater zu leben oder dafür, zu sterben. Ich hatte mit ihr auch darüber gesprochen, ob ich ihn einschläfern lassen sollte und was der Tierarzt meinte und dem, was ich auch in Erwägung zog: ihn seinen eigenen Weg gehen zu lassen. Sie fand, das ich ihn ruhig seinen eigene Weg gehen lassen sollte. Ich dachte, okay, solange Peter keine großen Schmerzen hat, lasse ich ihn in Ruhe. Günther und ich strömten Peter jetzt regelmäßig und im Gegensatz zu früher, wo Peter sich nicht so gerne berühren ließ, fand er es jetzt scheinbar angenehm, wenn wir ihn strömten. Wir (Günther und ich ) beschlossen es jetzt immer gemeinsam zu tun. Günther legte zumeist seine Hände auf Peterchens Rücken und ich machte den Zehen/Fingerstrom. Wir strömten auch die 23. Am Freitag hatte Peter das homöopathische Mittel bekommen und ich beschloss mit dem Einschläfern zu warten, wollte dem neuen Mittel eine Chance geben.
Peterchen lief etwas mehr , er schleppte sich auf den Balkon, schlief die ganze Nacht von Freitag auf Samstag auf den Strohballen draußen. Am nächsten Tag schaffte er es wieder nicht zum Klo und ich säuberte ihn, er lag in seinem eigenen Urin. Putzen tag er sich auch nicht mehr. Ich bürstete ihn sanft und nur kurz. Das hätte ich früher nie gedurft, er lies es zu.
Ich widerholte das Mittel verkleppert. Nun, ich will hier nicht in noch mehr Einzelheiten gehen, habe eh schon so viel geschrieben.
Im Nachhinein erscheint mir die ganze Entwicklung viel klarer, aber wenn man drinsteckt.... Auch wusste ich immer noch nicht wirklich, was ich tun sollte und was richtig, oder am besten war. Einschläfern oder nicht. Ich verschob einen Termin nach dem anderen.
Dann die vorletzte Nacht. Ich war vom Spätdienst gekommen, wollte noch nicht schlafen gehen. Um 1.30 Uhr bin ich zu Peter in`s Zimmer gegangen. Er war aus dem flachen weichen Körbchen auf der Erde gekrochen aber nicht weit gekommen, er lag wieder im eigenen Urin. Ich wusch ihn etwas ab, legte ihn auf`s Bett, reinigte alles im Zimmer. Als ich wieder in`s Zimmer kam, fing Peter plötzlich zu krampfen an. Es war fürchterlich. Es war jetzt c. 2 Uhr in der früh. Ich blieb bei Peterchen, es schien ihn zu beruhigen, sanft legte ich die Hände auf seinen Körper. Ich weckte Günther, gemeinsam begannen wir Peterchen zu strömen. Ich mit dem Finger/Zehen Strom, Günther legte einfach die Hände auf den Rücken von Peter. Eine ganze Zeit lieb Peter ruhig, dann begann er wieder zu krampfen. Es ging die ganze Nacht durch und die Abstände wurden kürzer. Der Kater tat mir so leid. Ich überlegte, was ich tun könnte, was ist richtig zu strömen. Ich habe etwas Grundwissen, aber bin keine Expertin. Ich habe in Berlin einen Kurs besucht, in dem alle SES behandelt wurden, aber dann bin ich nach Niedersachsen gezogen und weitere Kurse habe ich nicht besucht. Ich arbeite viel mit Büchern.
Ich kann Euch nicht sagen, was alles in diesen Stunden durch meinen Kopf gegangen ist. Angefangen mit dem, Jin Shin Jyutsu ist etwas zum heilen, aber was ist, wenn jemand stirbt? Wie begleite ich mit Jin Shin Jyutsu ein sterbendes Wesen. Heilung bei Peter? Ich versuchte nicht dran zu denken, keine Vorgaben, nichts zu erwarten, ich wollte einfach, das er Linderung erfuhr, aber die Krämpfe kamen immer öfter. Ich litt an Selbstzweifeln, strömte ich das richtige und versuchte mich zu beruhigen, das letztendlich alles miteinander verbunden ist. Ich verfluchte, kein eigenes Auto zu haben, Busse fuhren nicht in der Nacht, also hieß es irgendwie bis zum Morgen durchzuhalten. Ich versuchte Peter mit den Chakrenblüten Essenzen zu unterstützen. (Das Heft wo ein Artikel zu Sterbebegleitung und Chakrenblüten Essenzen habe ich sinnigerweise erst am nächsten Tag erhalten, dennoch, im Nachhinein, die Herzchakrablüte für Peter war absolut richtig gewesen. ) Nachdem Günther und ich Peter ca. eine Stunde geströmt hatten, hatte ich das Gefühl, es ist genug. Günther fing eh an zu maulen. Er wollte eh lieber schlafen, konnte sich das mit Peter nicht mehr ansehen. Günther ging dann auch, ich blieb bei dem Kater.
Ich gebe es zu, ich habe da auch gelegen und zwischenzeitlich geweint. Es war schwierig für mich, das ganze anzusehen, Peter wieder und wieder krampfen zu sehen. Ich hatte einmal sogar den Impuls das arme Tier einfach zu ersticken, nur damit es nicht leiden muss. Ich bin in der Pflege, ich sehe vieles, aber Sterbebegleitung habe ich noch nie gemacht. Aber ich merkte, ich konnte Peter nicht töten. Ich habe angefangen mich selber zu strömen. Wenn Peter im Krampf war, legte ich ihn die Finger auf den Nacken, strömte die 4, 12. Es schien ihm gut zu tun.
Dann strömte ich mich wieder. Schlafen konnte ich eh nicht. Es waren lange Stunden. Dann wieder lag ich bei ihm und erzählte leise+ü von der Zeit mit ihm, streichelte ihn einfach, ich bedankte mich für die Zeit mit ihm, das er in der letzten Zeit so viel geschnurrt hatte und so anhänglich geworden war, das er das streicheln jetzt auch genießen konnte. Dann mußte ich zur Toilette und Spatz kam mit mir wieder in das Zimmer rein. Spatz hat eigentlich die letzten Monate immer mit Peter zusammen im Zimmer gelebt, da Peter sich mit den anderen Katzen von mir nicht vertrug. Mit Domino hatte er sich noch richtige Kämpfe geliefert, bis die Fellfetzen flogen. Danach habe ich sie separiert. Peterchen bekam ein großes Zimmer und er konnte immer auf den großen Balkon. Jetzt kam Spatz und leckte Peterchen über das Köpfchen. Es war so süß.
Irgendwann so gegen 4.30 Uhr Morgens habe ich den Ankerschritt von Blasenstrom gemacht. Ich lag jetzt im Rücken vom Kater. Einmal habe ich ihn einfach in meinen Arm genommen und ihn sozusagen den Rücken gestärkt.
Dann wieder habe ich mich selber geströmt. Hauptzentralstrom.
So kurz nach 5.30 Uhr habe ich in der Tierklinik angerufen, ob ich Peter zum Einschläfern vorbeibringen könnte. Er sollte nicht mehr leiden. Ich habe Peter in den Transportkorb gelegt, habe mir einfach das Firmenauto (Schei....drauf, das ich es nicht privat nutzen darf) genommen und bin losgefahren. In der Klinik angekommen konnte die Tierärztin nur noch den Tod von Peter feststellen. Ich habe 2 x nachgefragt, ich konnte es nicht glauben, das er Tod ist. Auf der ganzen Heimfahrt habe ich geheult.
Am Donnerstag Abend, nach meinem Spätdienst habe ich im Internet gegoogelt: Sterbebegleitung bei Tieren. Die Verschiedenen Phasen des Sterbens bei Tieren. Ich habe das nicht gewußt. Ich habe mich geärgert, warum ich mir das nicht früher durchgelesen habe. Ich hätte einiges von Peter anders verstehen können. Z.B., das es in der 3. Sterbephase zu auffälligen Körperreaktionen kommen kann, die sich z.B. auch in Krämpfe äußern können. Auch, das man das Tier nachdem Tod noch länger an seiner Stelle liegen lassen sollte ... ich .. ich habe ihn weggetragen, zur Tierklinik. Ich habe mein bestes versucht und doch viele Fehler gemacht. Ich bin traurig. Es sagt sich immer so einfach, folge Deinem Herzen oder trau deiner Intuition oder ...
Ich finde, es ist wirklich nicht einfach, besonders, wenn man zum ersten Mal in einer Situation ist und ich weiß, ich hätte noch vieles viel besser machen können. Hinterher ist man immer schlauer.
Peterchen liegt jetzt in unserem Garten. Ich habe ihn dort begraben.
Ich habe noch 6 Katzen im Haus, ich hoffe, das ich es bei den anderen besser mache.
