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Zu viel

Verfasst: 26. Februar 2014, 20:40
von Holzperle
Hallo an alle, ich komme heute mit Gedanken, der mich immer wieder beschäftigt.
Ich ströme mich jetzt so seit fast 2 Jahren und es tut mir gut und ich bin noch nicht ganz frei von diesem absichtslosen Tun.
Ich habe da so mein Tageskonzept was ich gerne für mich ströme..z.B. In der Früh einen Organstrom und noch den HZS.
Falls ich es noch schaffe ein SeS oder noch einen Strom im Lauf des Tages.
So und jetzt mein eigentlicher Gedanke,
Falls ich es mal nicht schaffe , weil einfach viel los ist, bekomme ich ein ungutes Gefühl. Ob es ein Zwang geworden ist, man hat doch so seine Zwänge und Gewohnheiten und wenn mal anders läuft..da kommt bei mir schnell Unruhe rein.
Kennt ihr das auch.
Oder läuft da was verquer..es verunsichert mich einfach.
Klar es gibt schlimmere Zwänge , als sich zu Strömen, aber es sollte doch freier sein.
Liebe Grüße Holzperle

Re: Zu viel

Verfasst: 26. Februar 2014, 21:41
von 19Susi83
Ich habe ehrlich gesagt auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich es mal einen Tag nicht schaffe mich zu strömen, bin auch gespannt, was die anderen dazu sagen....

Re: Zu viel

Verfasst: 26. Februar 2014, 22:26
von *gnomi*
Hallöchen!

Ja, kennen tu ich das auch, das Gefühl, ich könnte oder sollte oder wollte doch dieses und jenes. Aber seit einer Weile habe ich das garnicht mehr. Ich ströme eben wanns mir reinpasst und was ich Lust habe, auch ohne groß ein System zu haben. Unter der Woche ist das dann oft nur abends vor dem Einschlafen, und morgens, wenn ich vor dem Wecker wach werde. Wenn nicht, dann fällts eben aus. Am Wochenende dann gerne auch mal ein Stündchen zwischendurch. Oder auch nicht.

So das letzte Jahr lang hatte ich sowieso nicht das Gefühl, dass sich mit dem Strömen irgendetwas bessert - bei meinen " Hauptbaustellen" herrscht totale Stagnation, teils auch deutliche Verschlechterung. Interessanterweise führt das nicht dazu, dass ich das Strömen hinschmeiße, sondern zu einer entspannteren Einstellung, so nach dem Motto ich mach halt mal, was auch immer dann passiert, weil das was ich will passiert ja sowieso nicht... Wer weiß, wozus gut ist, viellecht komm ich tatschlich so irgendwann zum "Absichtslosen Tun". Und vilellecht platzt ja dann der Knoten.

So, dann ström ich jetzt noch ein bisschen...

Liebe Grüße,
gnomi

Re: Zu viel

Verfasst: 27. Februar 2014, 14:22
von ate2011
Liebe Holzperle,
ein schlechtes Gewissen würde bei mir zur Verspannung führen und dies ist
keinesfalls dienlich.
Selbst versuche ich morgens HZS, Betreuer & Vermittler .... wenn ich es
verpenne, dann ist es halt so, dann hab ich halt den Schlaf dringender
gebraucht.
Wenn ich mal vor der Klotze hocke, dann halte ich die Finger und danach
finden die Hände meist eine Strömposition (wie gnomi so schön schrieb:
im absichtslosen tun).
Es gibt auch Tage, da komme ich überhaupt nicht zum strömen, dann halte
ich beim einschlafen etwas bequemes.

Also lenke deine Gedanken so, dass dir das Strömen auch Spaß macht & entspannt und nicht zum "muß" wird.

Grüßle von der ate ;)

Re: Zu viel

Verfasst: 27. Februar 2014, 19:22
von Holzperle
Ja das klingt ja sehr entspannt. Aber selbst im Selbsthilfebuch 1 da heißt es die 3 Hausmeister zur täglichen Wartung.

Aber ich weiß auch selbst, das ein muss eher verspannt. Ich setze mich da wohl eher unter Druck und bekomme dann ein schlechtes Gewissen wenn ich es nicht mache.

Meine Gesundheitsprojekte , wollen vielleicht doch lieber ohne Druck geströmt werden, als mit meinem muss.
Ich sehe schon, da bin ich mal wieder mit mir und meinem eigenen Umgang mit Dingen , die mir Gut tun sollten, ins Umgekehrte gelaufen.
Nur wie bekomme ich diesen innerlichen Druck,es muss, es soll...das Projekt muss doch besser werden ...aus mir raus.
schon mal danke für eure Antworten Holzperle

Re: Zu viel

Verfasst: 27. Februar 2014, 22:29
von *gnomi*
Holzperle hat geschrieben:es muss, es soll...das Projekt muss doch besser werden ..
Hmmm, ich glaube, das kennen wir alle, oder? Aber es ist eben auch das Gegenteil vom absichtslosen Tun. Wie man das rauskriegt? Wüsste ich auch gern. Also wenn da jemand nen guten Trick kennt...
Ist aber wohl eher eine Lebensaufgabe.
Anzunehmen, was ist, hilft doch die 22, oder?
Aber nicht, dass du denkst, die "muss" jetzt auch noch jeden Tag zusätzlich ins Programm ;)

Liebe Grüße!
gnomi

Re: Zu viel

Verfasst: 27. Februar 2014, 22:30
von Nirbheeti
Holzperle hat geschrieben:Falls ich es mal nicht schaffe, weil einfach viel los ist, bekomme ich ein ungutes Gefühl.
Liebe Holzperle,

mir fällt auf, dass du das "ungute Gefühl" mit dem "ich habe es nicht geschafft" verknüpfst. Da scheint mir so ein innerer Antreiber zu sitzen, der dir sagt, dass du alles schaffen musst, auch wenn es gar nicht geht. Horch mal selber hin, wie raffiniert frau konditioniert und manipuliert worden ist, dass sie alles auf ihre Schultern nimmt:
Ob es ein Zwang geworden ist, man hat doch so seine Zwänge und Gewohnheiten und wenn mal anders läuft..da kommt bei mir schnell Unruhe rein.
Hört sich sehr nach einem Glaubenssatz an, etwa so:
  • Du darfst dich erst ausruhen, wenn du alles geschafft hast.
Wir können unser Denken ändern:
  • Wenn ich ausgeruht bin, schaffe ich mehr.
    Manches, was ich geschultert habe, gehört nicht auf meine Schultern. (SES 11)
Deine Seele will dir mit dem "unguten Gefühl" womöglich einen Hinweis geben, damit du zurückfährst. Gibst du dem nicht nach, sind körperliche Symptome die nächste Maßnahme deines Geist-Seele-Körper-Systems. Es dient niemandem, wenn du zusammenklappst. Also: setz dich zum stillen Regenerieren auf deine Hände, lass die Schultern sinken und ein Lächeln aufsteigen, bis es dein Gesicht erreicht und steh erst wieder auf, wenn du dich bereit fühlst für die nächste Aufgabe.

Nicht Jin Shin Jyutsu, die Kunst des Schöpfers durch den wissenden, mitfühlenden Menschen, ist zwanghaft, sondern die anerzogene Pflichterfüllung bis zur Erschöpfung und das schlechte Gewissen, wenn du für dich selber sorgst: Tu bloß nicht "zu viel" für dich selber. Das ist der Weg, wie uns die Gesellschaft manipuliert.

Auf Dauer wird es dir neben deinem Körper und deiner eigenen Seele auch noch deine Umwelt danken, wenn deine Handlungen aus deiner inneren Ruhe, Kraft und deinem Herzen kommen.

Hab das selber auch erst sehr spät gemerkt - und falle manchmal immer noch in das alte Muster zurück. Allerdings merke ich es jetzt schneller. Und dann bin ich stolz drauf, : 10 statt mich zu schämen. : 19 :baeh:

Lieben Gruß dir!
Nirbheeti

Re: Zu viel

Verfasst: 28. Februar 2014, 08:50
von Holzperle
Vielen Dank für eue Antworten, als ich es gelesenhabe, habe ich e mir gemerkt, das ich die Schultern fallen gelassen habe...und dann kamen mir fast die Tränen.
Steckt nicht hinter viel von unserem/meinem Tun , dieses mach mach mach...gewisse Gefühle nicht hoch kommen lassen zu wollen.
Weil das ist doch auch erst mal schmerzlich und die nächste Baustelle tut sich auf.
Ja es ist doch eher eine Lebensaufgabe, gut für sich zu sorgen und ab und an mal in sich reinzu fühlen...was mach ich da eigentlich..für wen für mich?
Ich ström mich weiter, vielleicht eher deswegen, weil es mir gut tut, als Projekte weg zubekommen.
Aber das muß ich lernen.
Ich danke Euch. Ich radel jetzt mal ne Runde es scheint die Sonne und ich lüfte meinen Kopf aus. :lol: Holzperle

Re: Zu viel

Verfasst: 28. Februar 2014, 11:27
von Cestca
Liebe Holzperle

Ich kenne das Gefühl ein wenig, ich nehme mir auch immer wieder zu viel vor, was ich alles strömen möchte, weil es mir doch gut tun würde, und "schaffe" es dann nicht.

Sobald ich das merke, fahre ich bewusst zurück. In einem anderen Thread habe ich vor einigen Tagen beschrieben, wie ich z.B. von *alle Finger strömen in der S-Bahn* auf *täglich nur einen Finger strömen* gewechselt habe. Das ist mein Grundpflegeprogramm, das sich gut durchziehen lässt, und damit habe ich über eine Woche hinweg auch dann alles abgedeckt, wenn ich nichts anderes zusätzlich mache.

Ausserdem habe ich mal gelernt: Wenn du nicht weisst, was du strömen sollst, nimm einfach das SES 1. Über die 1 gelangt man überall hin. Nun schlafe ich seit jeher seitlich liegend und stecke mir dabei eine Hand zwecks Aufwärmen zwischen die Oberschenkel, halte mir also ganz unabsichtlich mindestens beim Einschlafen lange die hohe 1. Wenn ich tagsüber das Strömen vergessen habe oder nicht dazu gekommen bin, sage ich mir dann beruhigt: Das tut's auch, auch im Schlaf :sleeping:

Liebe Grüsse
Cestca

Re: Zu viel

Verfasst: 3. März 2014, 23:34
von AnnSophie
Liebe Holzperle,

da hast Du das wesentliche doch gefunden:
Ich ström mich weiter, vielleicht eher deswegen, weil es mir gut tut, als Projekte weg zubekommen.

Den Satz sacken lassen und reinwachsen. Einfach das strömen, was gerade dran ist und wenn's nur ein Finger oder ein Schloss am Tag für ne knappe Minute ist, oder einmal die Schultern fallen lassen ist...

Ein Lied von John Watts heißt "Real life is good enough". Der Gedanke, dass das echte Leben gut genug ist, war & ist für mich sehr tröstend, da er meine damals fast zwänglerischen Heilungsbemühungen relativierte und den Druck rausnahm, so dass das "Tun" und "Lassen" nun in einem entspannteren Gleichgewicht sind.

Viele Grüße,

AnnSophie.

Re: Zu viel

Verfasst: 4. März 2014, 10:51
von Holzperle
Hallo an alle , liebe AnnSophie, ja zwänglerische Heilbemühungen..das trifft es schon.
Danke für die deine Ehrlichkeit .
Ja es ist das Thema Annehmen,Dankbarsein für das was ist.
Und ja die Schultern fallen lassen.
Das ist echt ein Projekt für mich.
Liebe Grüße Holzperle

Re: Zu viel

Verfasst: 11. März 2014, 08:20
von wendepunkt
Holzperle hat geschrieben:Hallo an alle , liebe AnnSophie, ja zwänglerische Heilbemühungen..das trifft es schon.
Danke für die deine Ehrlichkeit .
Ja es ist das Thema Annehmen,Dankbarsein für das was ist.
Und ja die Schultern fallen lassen.
Das ist echt ein Projekt für mich.
Liebe Grüße Holzperle
Liebe Holzperle,
ich denke, dass Projekt ist nicht nur für dich relevant.
Wir leben "fast" alle in einer "schnell-lebigen" Zeit und haben dieses Problem STOPP neu Projekt!

Ich bin mittlerweile DANKBAR, dass ich es erkenne und mich selbst "zurücknehme" und z.B. einen Finger ströme.

Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen oder gehört habe, aber es hat mir geholfen zu dieser Einstellung zu finden:

Wenn es kompliziert oder zu viel wird - machs einfach!

Liebe Grüße und viel Erfolg im Sinne von "Dankbar sein für das Erkennen"
Wendepunkt

Re: Zu viel

Verfasst: 12. März 2014, 08:27
von Holzperle
Hallo Wendepunkt, ganz habe ich Deine Botschaft nicht verstanden.
Wenn zu kompliziert zu viel wird machs einfach.
Meinst Du jetzt das in Bezug aufs Strömen?
Strömst Du erst wenn too much wird oder meinst man sollte grundsätzlich mehr tun als denken. Da bin ich schon bei Dir aber mir ist es nicht ganz klar.
Für mich ist es wichtig, die Projekte,die da nun mal sind anzu nehmen, und sie versuchen zu harmonisieren und nicht mich oder meinen Körper unter Spannung und Druck zu setzen...das es jetzt aber gehen soll. Hat sich bei mir nicht so richtig was getan. Das ist eher so mein neuer Ansatz und mein Lernprojekt.
Liebe Grüße Holzperle :)

Re: Zu viel

Verfasst: 12. März 2014, 08:39
von wendepunkt
Hallo Holzperle,
nein ich ströme nicht nur wenn es mir zu viel wird.
Ich habe mein tägliches Programm.
Aber wenn es rund um mich nur noch hektisch ist und ich mich davon "anstecken" lasse, dann versuche ich mich zurückzunehmen, bin dankbar, dass ich es gemerkt habe, dass ich mich da "reinziehen habe lassen" und ströme z.B. einen Finger und lass die anderen "hektisch" sein.

Deiner Aussage stimme ich voll zu - dass ist auch mein Projekt:
"Für mich ist es wichtig, die Projekte,die da nun mal sind anzu nehmen, und sie versuchen zu harmonisieren und nicht mich oder meinen Körper unter Spannung und Druck zu setzen...das es jetzt aber gehen soll."
lg
Wendepunkt

Re: Zu viel

Verfasst: 12. März 2014, 19:34
von Holzperle
Na dann sind wir ja beisammen. Und da haben wir ja ähnliche Projekte :witz
Heilung bedeutet ja nicht nur, das sich ein Leiden, ein Projekt verabschiedet, sondern manchmal auch es lernen anzunehmen und es ins Herz zu holen.
Das ist mein Weg ...gut ström [katze] holzperle