Das Problem
Es war einmal ein Problem, das sehr unglücklich und traurig war, weil alle Menschen darüber schimpften und es verfluchten. Dabei fing alles so spannend an…
In der Problementstehungsfabrik hatte man ihm in der Endkontrolle gesagt, dass es eine großartige Bestimmung habe und den Menschen ganz besondere Momente in ihrem Leben bringen würde. Voller Freude und Tatendrang machte sich das Problem daran, die Menschenwelt zu besuchen.
Doch anfangs wollte es niemand beachten – es war noch zu klein, ein kleines Problemchen. Genährt durch das Verdrängen und Wegschieben der Menschen, wuchs es zu einem beachtlichen Problem heran. Jetzt wurde es beachtet, allerdings zog es auch schon den ersten Missmut auf sich. Und weiterhin weit und breit keine Sicht nach besonderen Momenten, wie man es ihm vor einer Ewigkeit versprach. Es wuchs weiter und wurde größer und größer. Die Beschimpfungen der Menschen schlugen um in Resignation.
Bis eines Tages das Korsett der Resignation gesprengt wurde und ein junger Mann mit seinem Sohn das Problem betrachteten. „Das wird keine leichte Aufgabe.“, sagte der Mann zu seinem Sohn. „Da haben wir ja ein richtiges Problem, Paps, oder?“
„Lass dich davon nicht einschüchtern, mein Sohn. Ein Problem ist nichts weiter als eine Herausforderung, eine Aufgabe, die es zu lösen gilt – mehr nicht. Eine Hürde, die wir gemeinsam überspringen werden. Vielleicht müssen wir hierfür neue Sichtweisen und Standpunkte einnehmen, uns weiter entwickeln. Auf alle Fälle ist ein Problem für uns da.“
„Wie kann etwas für uns sein, wenn wir Schwierigkeiten damit haben?“
„Weil wir daran wachsen werden, mein Sohn. Und nachdem wir es bewältigt haben, werden wir anderen Menschen helfen können, wie sie solch ein Problem lösen können.“
Das Problem lauschte aus dem Hintergrund gespannt und freute sich darauf, dass nun endlich jemand den Mut fasste und sich seiner annahm.
„Weshalb bist du dir so sicher, Paps?“
„Wenn ein Problem gegen uns wäre, müsste es Contra-blem heißen – tut es aber nicht.Es heisst PRO-blem – ist daher etwas, das FÜR mich ist “ zwinkerte er seinem Sohn zu.
Und das Problem verstand nun, welche besonderen Momente es den Menschen brachte. Kleine Probleme versprachen kleine Entwicklungsschritte, große Probleme hingegen gingen einher mit großen Entwicklungen – und unser Problem hier war schon verdammt groß.
Ein Problem ist wie ein Geschenkspapier – indem ein Geschenk verpackt ist. Denn genau wie bei einem Geschenk, wo ich das Papier erst lösen muss um an das Geschenk zu kommen – genauso macht es das Leben auch: Ich muss erst das Problem „lösen“ um an das Geschenk zu kommen: Eine Erkenntnis, ein Fortschritt, ein Gewinn, ein Erfolg… etc..
Herzliche Grüße, viel Freude beim Auspacken!
Problem
Re: Problem
... na das ist doch mal eine Sichtweise der besonderen Art. nett
dank schee
lg Mona
dank schee
lg Mona
Herr, gebe mir Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann,
gebe mir den Mut, die Dinge zu ändern die ich ändern kann und
die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
- Reinhold Niebuhr -
www.jsj-praxis-mit-herz.de
gebe mir den Mut, die Dinge zu ändern die ich ändern kann und
die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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- Lilienthal
- Senior Profi Member

- Beiträge: 695
- Registriert: 6. November 2008, 13:21
Re: Problem
PRO-blem und CONTRA-blem ... das ist ja genial ... so hab ich das noch nie gesehen
... schon spannend, wenn man mal Worte auseinandernimmt ...
Danke für diese schöne Geschichte!
Martinalilie
Danke für diese schöne Geschichte!
Martinalilie
Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist, was du aus dem machst, was dir zustößt.
-Aldous Huxley-
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- optimistin
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- Wohnort: Zwischen Nord- und Ostsee !!!
Re: Problem
Vielen Dank liebe Wolke für das PRO-blem und CONTRA-blem, super !!!Wolke hat geschrieben: Eine Erkenntnis, ein Fortschritt, ein Gewinn, ein Erfolg… etc..
Tränen sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Zeichen dafür, dass man zu lange versucht hat, stark zu sein.
- Margherita
- Profi Member

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- Registriert: 31. Juli 2008, 19:58
- Wohnort: Schweiz
Re: Problem
Genial, diese Sichtweise gefällt mir,
dankä villmol
dankä villmol
Um glücklich zu sein ist es nicht wichtig, mehr zu besitzen,
sondern weniger zu begehren.
sondern weniger zu begehren.

