Pfeiferisches Drüsenfieber

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muttchen
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Pfeiferisches Drüsenfieber

Beitrag von muttchen »

Hallo liebe Strömer,

ich komme gerade vom Doc. Er hat Pfeiferisches Drüsenfieber festgestellt (Blutuntersuchung), das aber schon vorbei ist. Er meinte, da könnte man nichts machen, keine Medikamente etc., es würde auch keine weiteren (Spät-)Folgen haben. Hat von Euch schon jemand damit zu tun gehabt? Ich bin doch sehr beunruhigt und verängstigt. Ich habe bei der Suchfunktion die Tips SES 23 und 26 gefunden. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.

Liebe Grüße
muttchen
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Cestca
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Re: Pfeiferisches Drüsenfieber

Beitrag von Cestca »

Hallo mutchen

Warst du also überhaupt krank in letzter Zeit und deshalb beim Arzt, oder handelt es sich bei den Blutwerten um einen Zufallsbefund, so dass du das Pfeiffersche Drüsenfieber etvl. schon vor Urzeiten (evtl. als Kind) mal undiagnostiziert gehabt hast? Ein Restbestand an Viren verbleibt nämlich immer im Körper, wie bei den diversen Herpes-Viren, mit denen sie auch verwandt sind. Man kann deshalb im Blut sehen, wenn die Infektion bereits irgendwann mal durchgemacht wurde. Im Gegensatz zum Herpes kann das Pfeiffersche Drüsenfieber aber normalerweise nicht wieder aufflammen.

Mit der Krankheit habe ich (leider) reichlich Erfahrung im engsten Familienkreis. Entgegen der Ansicht der meisten (schulmedizinischen) Ärzte kann die Krankheit chronifizieren und dann über Jahre hinweg Probleme bereiten, auch gibt es durchaus Todesfälle. Verursacher ist das Eppstein-Barr-Virus, es ist also eine Virenerkrankung, weshalb man kaum etwas dagegen tun kann ausser Symptombekämpfung und Immunsystem-Unterstützung.

Aber, nachdem ich dich damit wohl erschreckt habe, hier das Wichtigste: Im Normalfall ist der Verlauf völlig harmlos und problemlos. Ein grosser Teil der Bevölkerung macht die Krankheit als Kind durch, ohne dass sie überhaupt als Pfeiffersches Drüsenfieber erkannt wird, uns ist danach immun. Je älter man ist bei der Infektion, desto schwerer ist in der Regel der Verlauf: Erwachsene liegen durchaus mal 3-5 Wochen akut darnieder. Viele - aber längst nicht alle!!! - leiden danach noch über Wochen hinweg an Schlappheit und Müdigkeit, aber danach ist es vorbei, ohne jegliche Spätfolgen.

Im akuten Stadium ist dringend Schonung angesagt, v.a. sollte die Milz beobachtet werden, die sich in einigen Fällen - auch dies längst nicht in allen - massiv vergrössert und dann bei körperlicher Tätigkeit in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Und danach sollte man sich bewusst sein, dass man möglicherweise noch über Wochen hinweg (manche über Monate hinweg) weniger leistungsfähig ist, und sollte dies akzeptieren. Der Körper braucht viel Zeit, sich von dieser Krankheit zu erholen. Beachtet man dies nicht und will mit dem Kopf durch die Wand, besteht die Gefahr der Chronifizierung. Es bringt also nicht nur überhaupt nichts, die Dinge forcieren zu wollen, sondern es kann sehr schädlich sein. Das Immunsystem wird dann mit den Viren nicht restlos fertig, so dass eine hohe Virenlast im Körper bestehen bleibt und sich diese überall einnisten (mal lapidar unmedizinisch-unwissenschaftlich gesagt) und aktiv bleiben.

Langer Rede kurzer Sinn: Auch nach der aktuen Phase ist weiterhin Schonung und eine gemächliche Gangart angesagt. Strömtechnisch würde ich mich einerseits auf die Milz und die Leber konzentrieren; diese beiden Organe (v.a. die Milz) sind durch die Krankheit direkt betroffen. Und andererseits alles, was das Immunsystem generell unterstützt. Den Rest schafft der Körper selber, er braucht nur etwas Zeit.

Ist die Erkrankung schon länger her und einfach nur im Blut festgestellt worden, dass du sie irgendwann mal gehabt hast, kannst du den Befund getrost wieder vergessen (ausser, dass du dir sicher sein kannst, die Krankheit nicht noch zu bekommen, was natürlich positiv ist).

Liebe Grüsse
Cestca
Zuletzt geändert von Cestca am 14. März 2014, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Cestca
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Re: Pfeiferisches Drüsenfieber

Beitrag von Cestca »

Nachtrag: Solltest du mit Symptomen zum Arzt gegangen sein, die auf das Pfeiffersche Drüsenfieber hindeuten, und mit der Bemerkung "das hatten Sie zwar mal, ist aber vorbei" abgefertigt worden sein: Es könnte durchaus eine chronifizierte Eppstein-Barr-Infektion vorliegen. Es treten dann immer wieder Symptome der Krankheit auf, häufig in Schüben mit guten Zeiten dazwischen, doch im Blut sieht man häufig keine aktiven Viren. Man muss die Virenbelastung immer wieder messen und genau den richtigen Moment erwischen.

Da zudem im deutschsprachigen Raum die Meinung vorherrscht, ein chronisches Pfeiffersches Drüsenfieber gebe es nicht, sehen die Ärzte nur: "Gemäss Blutwerten hatte sie die Krankheit mal, aber sie ist vorbei, und da man sie ja nur einmal hat, können die aktuellen Symptome logischerweise nichts damit zu tun haben." Interessanterweise findet man im englischsprachigen Raum schon aus den 80er-Jahren wissenschaftliche Artikel über den chronischen Verlauf. Das soll mal einer verstehen...

Chronisch heisst nicht lebenslang, man bringt das auch wieder weg, es ist jedoch ein längerer und mühsamer Weg. Du kannst mich per PN kontaktieren, falls so etwas bei dir im Raum stehen könnte.

Liebe Grüsse
Cestca


PS: Ja, man merkt meinen Artikeln wohl meine persönliche Betroffenheit bei dem Thema an. Aber wir hatten eineinhalb Jahre Ärzte- und Klinikodyssee ohne Diagnose hinter uns (bzw. es war dann halt alles "psychosomatisch"; so kam es u.a. auch zu einem zwar netten, aber betreffend Krankheit völlig nutzlosen zweimonatigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik), bis endlich ein Arzt in einer Paracelsus-Klinik erkannte, was los war. Die Betroffene brauchte danach nochmals etwa eineinhalb Jahre, jetzt geht es ihr wieder gut.
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Mandala
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Re: Pfeiferisches Drüsenfieber

Beitrag von Mandala »

Mit Deinem Beitrag,
liebe Cestca rennst Du bei mir offene Türen ein!

Liebes muttchen,

ich bin fest davon überzeugt JSJ hat mir das Leben gerettet, nach einem PDFieber. Meine Milz war hinterher "schwerst beleidigt" und "extrem gespannt", wenns halt dann mal am Bauch drückt - meine Güte so die Reaktionen, dann ist das eben so... Ich wurde behandelt und langsam kam über einen langen Zeitraum wieder fast alles in Ordnung. Um den verbliebenen Rest "kümmere" ich mich noch heute..., deshalb ströme auf jeden Fall auch selber mit, strömen ist etwas was Du tun kannst.

muttchen hat geschrieben:Hallo liebe Strömer,

ich komme gerade vom Doc. Er hat Pfeiferisches Drüsenfieber festgestellt (Blutuntersuchung), das aber schon vorbei ist. das ist verifizierbar, wenn er Vergleichsblutwerte von vorher hat.Er meinte, da könnte man nichts machen, keine Medikamente etc. ja das ist im Grunde genommen schon so, aus Sicht eines klassischen Schulmediziners hängt aber davon ab wie Cestca bemerkte wie lange alles zurückliegt... - ich hatte seinerzeit Gott sei Dank, ein Antibiotika wegen einer anderen Sache verweigert und die andere Angelegenheit strömend behandelt - hinterher zeigte sich, genau dies war meine Rettung. Viral kann nichts mehr verordnet werden was sinnvoll wäre, ist das aufgetaucht, udn Antibiotisch schadet alles nur noch dem strapazierten Immunssytem und wird kontraproduktiv - auch wenn Antibiotika durchaus in anderen Zusammenhängen manchmal sein müssen. Denn ganz so ist halt dann doch nicht immer mit dem: " , es würde auch keine weiteren (Spät-)Folgen haben. "

Hat von Euch schon jemand damit zu tun gehabt? Ich bin doch sehr beunruhigt und verängstigt. "Beruhige Dich", vertrau und tu was Du tun kannst Dich und Deinen Körper zu unterstützen in der Entgiftung. Ich habe bei der Suchfunktion die Tips SES 23 und 26 gefunden. Gönn Dir und finanzier die die Behandlung bei einem versierten JSJ-Praktiker, der in der Lage ist, den derzeitigen Zustand der Organe via Pulse "hören fühlen lesen"zu erfassen und Dir so gezielt mithilft, alles wieder zu harmonisieren, was vielleicht ins Ungleichgewicht geraten sein könnte.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
Die 14 halten, abwechselnd mit 23 und 25, das kann ich nur empfehlen.
Liebe Grüße
muttchen



Vollständiges restloses entgiften von dem Virus - zeitnah, das wünsche ich Dir -
herzlich Mandala.
muttchen
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Re: Pfeiferisches Drüsenfieber

Beitrag von muttchen »

Ihr Lieben,

vielen Dank für so schnelle Antworten. Meine letzte Erkältung war im Januar und war eine ganz normale ohne Fieber, das Fieber hatte ich zuletzt als Kind. Ursprung des Ganzen war beim Urologen (wegen Blasenentzündung) ein Ultraschall und er meinte die Milz sei vergrößert, aber noch im Rahmen. Großes Blutbild brachte kein Ergebnis, so daß dann auf den Virus untersucht wurde und der nachgewiesen wurde. Aber ob nun als Kind oder wann auch immer die Ansteckung war, keine Ahnung. Meine Tochter hatte im Dezember nach einem Kindergartenpraktikum 3 Wochen einen Infekt, vllt. kam es davon? Ich werde fleißig strömen, evtl. noch SES 3 dazunehmen, da die linke Lymphe dick ist.

Euch alles Gute und vielen für die Unterstützung.

Muttchen
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Cestca
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Re: Pfeiferisches Drüsenfieber

Beitrag von Cestca »

Hallo Muttchen

Das Pfeiffersche Drüsenfieber kommt auch in leichter Form v.a. mit starken Halsbeschwerden her, und weniger mit den anderen klassischen Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen. Da dürfte die Erkältung im Januar wohl wirklich eine Erkältung gewesen sein, und du hast die Krankheit irgendwann früher mal durchgemacht - bei Kindern geht sie oft als normaler grippaler Infekt oder als Angina durch. Also kein Grund zur Panik, nicht mal zur Beunruhigung, du lebst möglicherweise schon fast dein ganzes Leben völlig problemlos mit den Restviren in deinem Körper!

Ob die Milz, wenn sie betroffen war, nachhaltig leicht vergrössert bleiben kann, dies also auf die alte PD-Infektion zurückgeführt werden kann, weiss ich nicht. Behalte sie sicherheitshalber im Auge, nicht, dass da etwas übersehen wird, weil man eine mögliche Erklärung für die Vergrösserung gefunden hat.

Die Strömtipps gelten aber weiter, offenbar hat deine Milz damals gelitten, und da ist sie bestimmt froh um etwas Zuwendung ;)

Ich war mir übrigens häufig nicht sicher, ob der ständige Kontakt mit den Viren in der Familie nicht meine eigenen inaktiven Eppstein-Barr-Viren (ich hatte das Drüsenfieber als Kind) etwas aktivierte, auch wenn diese These schulmedizinisch wohl verworfen würde. Falls deine Tochter tatsächlich das PF hatte, ist bei dir (und deiner Milz) vielleicht auch etwas angeklungen? Aber das ist nun wirklich nur lautes Denken von mir, ohne jeglichen wissenschaftlichen Hintergrund! Vermutlich war ich ja eher wegen der dauerhaften emotionalen und organisatorischen Belastung ständig am Ende meiner Kräfte und krankheitsanfällig...

Liebe Grüsse
Cestca
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Re: Pfeiferisches Drüsenfieber

Beitrag von muttchen »

Hallo Cestca,

danke für die beruhigenden Worte. In 3 Monaten wird die Milz nochmals gemessen. Bis dahin ist Zeit zum strömen. Bin mal gespannt. Schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Muttchen
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