Lieber Meinrad,
ich möchte doch noch einmal auf deinen Beitrag vom 25. April zurückkommen und dir für deine Worte zu meinen Beiträgen danken.

Es macht mich immer etwas verlegen.
Über deine Ausführungen habe ich viel nachgedacht und bei mir überprüft, warum ich wie zur Frage der Dualität und deiner Darstellung der 9. Tiefe stehe. Wie du merkst, habe ich ganz schön Zeit dafür gebraucht.
Meinrad hat geschrieben:
Zum einen ist die Dualität selbst Bestandteil der Multilateralität und der Universalität der 9. Tiefe.
Im Buddhismus, aus dem Jiro Murai und Mary kommen, bezeichnet das Wort "Nirvana" die große Leere, das Nichts, in dem alles als Potential vorhanden sein soll. Jedes Wort darüber ist eigentlich müßig, denn es bleiben Versuche, das Unfassbare, unseren Verstand Übersteigende, doch in Worte zu fassen. Im Tiefenmodell des Jin Shin Jyutsu ist das die 9. Tiefe. Es hat sich noch nichts verdichtet, nicht einmal der berühmte Punkt der 8. Tiefe ist vorhanden. Deswegen schreibt Mary "nothing" getrennt: "No-thing", kein Ding.
Ich hab für mich daraus den Schluss gezogen, dass ich mir normalerweise um die 9. Tiefe keinen Kopp mache. Als manifestiertes Lebewesen habe ich meine Lebensaufgabe und meinen Lebenssinn im manifesten Bereich. Das ist
- im engeren Sinne mein kleines, kurzes Leben in diesem Körper,
im weiteren Sinne mein Leben in Familie und Gesellschaft,
in noch weiterem Sinne mein Leben auf dieser Erde
und im weitesten Sinn mein Leben im Weltall, Kosmos, Universum.
Alle vier SIND ETWAS. Sie sind eben nicht NICHTS. Wenn nichts („No-thing“) da ist, gibt es auch keine Beziehungen zwischen Nicht-Dingen. Dualität und Multilateralität sind Beziehungen zwischen Vorhandenem: Sterne, Natur, Lebewesen, seelische Regungen.
Zum anderen durchfließt der Strom (Anm.: Starthilfekabelenergie) alle Tiefen in einem andauernden Kreislauf. Wie kann man da hingehen, und eine Tiefe herausgreifen und die Dualität, die in anderen Tiefen in Erscheinung tritt ausblenden wollen.
Ich fang beim 2. Satz an:
Man kann die 9. Tiefe nicht "aus anderen herausgreifen". Im Gegenteil: Alle anderen Tiefen kommen zwar aus der 9. Tiefe, aber sie kommen nicht aus ihr heraus in dem Sinne, dass sie unabhängig von ihr ex-istieren könnten. (ex = aus) Dass sich Energie zu einem Punkt verdichtet, Bewegung, Licht und schließlich das Kosmische Ei/Oval entstehen, das alles geschieht innerhalb der 9. Tiefe. Schließlich verdichten sich fünf Tiefen innerhalb des kosmischen Ovals ( 6. Tiefe), zu einem menschlichen Lebewesen.
Nichts ist auseinander gerissen, alles ist ineinander verwoben. Vielleicht durch das Starthilfekabel selber, denn seine Energie und sein Verlauf mag an unserer Erschaffung intensiv beteiligt gewesen sein. Mit 'Erschaffung' meine ich in diesem Zusammenhang, dass aus Energie (lebendige) Materie wird. Atemberaubend finde ich, dass es zwei Achten sind.
Wie bin ich zu der Vorstellung gekommen, dass die Dualität erst in der 6. Tiefe anfängt? Hmmm. Hat etwas gedauert, bis ich das klar hatte.
In Selbsthilfebuch 2 präsentiert uns Mary "Die 'Sicherheits-'Energieschlösser der Menschheit und ihre Schlüssel" (Untertitel). Sie fängt nicht etwa bei der Eins an, sondern bei der Null und gibt uns die kürzeste Kurzfassung des Hauptzentralstroms. Sie bezeichnet ihn als "das einzige 'Einzel'-Strömungsmuster" - und meint damit die 6. Tiefe!!! Sie nennt es "KOSMISCHES EI – nichts ('kein Ding'), keine Begrenzungen, grenzenlos." Seine universelle Bedeutung nennt sie: "grenzenloses Licht; der Atem selbst; die wurzellose Wurzel."
Und wo schreibt sie das? Ausgerechnet auf Seite 9. Wer diese Bücher kennt, weiß, dass auf jeder Seite etwas steht, das der Schwingung der Seitenzahl entspricht. Ich glaub, es ist das Wort "grenzenlos", wodurch ich die 6. Tiefe als Übergang vom Grenzenlosen in die begrenzte Form, in die Schöpfung betrachte. In meinem Verständnis ist Schöpfung die manifeste, mit den Sinnen wahrnehmbare Realität, in mir und außerhalb von mir.
Und zur Eins sagt Mary: "Alle Schöpfung entspringt aus Einheit." Ich höre das so: Die Null, das Kosmische Oval, wirkt wie ein energetischer Platzhalter für die sich entwickelnde Form.
Nach dem, was ich in den 5-Tage-Kursen verstanden habe und was ich auf dem Weg nach Innen erfahren habe, beginnt meine eigene Dualität für mich immer noch erst in der Abwärtsbewegung (Ausatmung) der 6. Tiefe, zwischen SES 15 und 1, wenn die Betreuer entstehen. Auch 7. und 8. Tiefe sind für mich Energie ohne manifeste Form, auch wenn sich ihre Entstehung dort anbahnt. Ich werde horchen, wo ich in den Lehrgängen Informationen darüber aufschnappen kann oder schauen, wo ich diese Frage anbringen kann.
Aber egal, was wir uns dazu denken und wie wir es uns zurechtlegen: Es ist wie es ist. Und da ich erschaffen bin und alles Andere auch, stehen mir die Erkenntnismöglichkeiten da zur Verfügung, wo ich bin und sie brauche, um mich zurecht zu finden. Für diesen Bereich stimme ich dir in jedem Wort zu, das du über die Erkenntnismöglichkeiten durch Dualität und Multilateralität schreibst.
Lieben Gruß!
Nirbheeti